CARE zur UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung: „Keine nachhaltige Entwicklung ohne Finanzierung“

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Unzureichende
Finanzierungszusagen machen den ehrgeizigen Zielen der
internationalen Entwicklung, die sich die Weltgemeinschaft für 2015
gesetzt hat, einen Strich durch die Rechnung, so die internationale
Hilfsorganisation CARE zum Ende der UN-Konferenz zur
Entwicklungsfinanzierung in Äthiopien. „Die internationale
Gemeinschaft hat es nicht geschafft, mit dem Aktionsplan von Addis
Abeba eine Finanzierungsgrundlage für nachhaltige Entwicklung zu
schaffen. Wichtige Ziele wie Klima- und Menschenrechtsschutz bleiben
so leider nur leere Worthülsen“, so Dr. Wolfgang Jamann,
Generalsekretär von CARE International.

CARE kritisiert vor allem, dass nur wenige Industrieländer die von
den Vereinten Nationen geforderten 0,7 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts in Entwicklungszusammenarbeit investieren.
Gleichzeitig steigt der Bedarf vor allem durch die Auswirkungen des
Klimawandels immer weiter. „Ohne Geld wird es schwierig, einen
nachhaltigen Entwicklungsweg einzuschlagen“, so Jamann. „Es gibt
keinen bindenden Zeitplan, an den sich Länder für die Einhaltung des
0,7 Prozent-Zieles halten müssen.“ Ergebnis der Konferenz ist ein
neuer Aktionsplan zur Entwicklungsfinanzierung, der als wichtige
Grundlage für den im September stattfindenden UN-Gipfel dient. Dort
sollen die so genannten Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs)
beschlossen werden, welche die Millenniumsentwicklungsziele ablösen
und neben klassischer Armutsbekämpfung auch Klimaschutz und eine
globale Agenda der Nachhaltigkeit vorgeben. Auch für die im Dezember
stattfindende UN-Klimakonferenz sollte das Abkommen von Addis Abeba
eine wichtige Vorbereitung für den dort dringend zu verabschiedenden
ehrgeizigen Klimaschutzvertrag bilden.

CARE kritisiert zudem:

– Die Beteiligung von Frauen in der Wirtschaft als eines der
wichtigsten Ziele sowohl für die Einhaltung der Menschenrechte als
auch für die Gleichberechtigung der Geschlechter wird nicht
ausreichend berücksichtigt. – Die etwa 90 Milliarden Euro, die durch
die Einbeziehung der Ersparnisse der ärmsten Menschen weltweit in den
formalen finanziellen Sektor gewonnen werden könnten, werden nicht
ausreichend angesprochen. – Zwar begrüßt CARE die angekündigte
Unterstützung für Anpassungen an den Klimawandel, allerdings müssten
die noch sehr vage gehaltenen Möglichkeiten für eine CO2-Steuer jetzt
durch konkrete Initiativen auch umgesetzt werden. – Es fehlt dem
Dokument vor allem an einer klaren Rechenschafts- und
Transparenzpflicht, um die Umsetzung der gesetzten Ziele für
Entwicklung und Umweltschutz sowie die Verwendung der Mittel auch
messen zu können.

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