CDU-Außenpolitiker Kiesewetter: „Keine europäischen Kampftruppen in Syrien“

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Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat
sich gegen europäische Kampftruppen in Syrien ausgesprochen.

Im rbb-Inforadio sagte der Obmann im Auswärtigen Ausschuss des
Bundestages am Donnerstag: „Wir können mit Luftschlägen unterstützen,
mit Ausbildern. Aber das darf kein Kampf Europas werden.“

Aus Kiesewetters Sicht könnten Luftschläge alleine nicht zu einer
nachhaltigen Lösung führen, weil die Unterstützung am Boden fehle:
„Was mir fehlt, ist eine gesamtpolitische Strategie. Dafür gibt es im
Weltsicherheitsrat keine Merheit (…) Außerdem ist es völlig unklar,
wie wir mit Assad umgehen. Ich sage, er ist verantwortlich für den
Tod von 250 000 Syrern, er bombardiert seine eigene Bevölkerung.
Andere Länder sagen, man muss mit Assad kooperieren. Es gibt keine
koordinierte Haltung. Deutsche Aufgabe muss die traditionelle
Vermittlerrolle sein.“

Zum Thema Flüchtlinge sprach Kiesewetter sich dafür aus, verstärkt
Flüchtlinge in der Türkei, im Libanon und Jordanien zu unterstützen:
„Ich glaube, wir können sehr gut dazu beitragen, dass die Flüchtlinge
in der Region bleiben. Es hilft ja nichts, wenn die Flüchtlinge alle
nach Europa kommen, irgendwann wollen sie ja auch wieder zurück. Dann
stärken wir sie doch in der Region.“

Er sei deshalb dafür, dass man sich stark mit Technischem
Hilfswerk und Rotem Kreuz in der Nachbarschaft von Syrien engagiere,
betonte Kiesewetter.

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
inforadio
Chef / Chefin vom Dienst
Tel.: 030 – 97993 – 37400
Mail: info@inforadio.de

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