Chaos nach Schließung der Balkanroute / SOS-Griechenland sieht Leben von hunderten Flüchtlingskindern bedroht

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Die griechisch-mazedonische Grenze wird
zurzeit zu einem Nadelöhr für tausende Flüchtlinge. Nach Angaben der
Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer in Griechenland warten rund 9.000
Menschen auf die Einreise nach Mitteleuropa, die nicht die Grenze
passieren dürfen. Unter ihnen befinden sich immer mehr Kinder und
Familien, die keinen Platz in den Flüchtlingslagern finden und so
unter freiem Himmel bei eisiger Kälte schlafen müssen.

„Griechenland ist für so eine Situation nicht vorbereitet. Die
Helfer sind völlig überfordert“, sagt George Protopapas, Leiter der
SOS-Kinderdörfer in Griechenland. Auch auf der griechischen Insel
Lesbos litten immer mehr Kinder unter den chaotischen Zuständen. Dort
warteten tausende Flüchtlinge auf die Weiterreise aufs griechische
Festland.

Protopapas befürchtet, dass durch das stundenlange Warten in der
Kälte und im Regen viele Kinder schwer krank werden. Die Organisation
hat auf Lesbos drei Nothilfe-Center für Flüchtlingskinder und
-Familien errichtet. Dort werden Kinder und Familien mit dem
Nötigsten versorgt. „Viele Kinder kommen frierend und krank in den
Zentren an“, sagt Protopapas. „Ihre Lage ist verzweifelt.“ Immer mehr
Kinder seinen zudem völlig alleine auf der Flucht.

Pressekontakt:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel: 089 17914-259
Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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