Chemie: Protektionismus bremst globale Lieferketten / Aktuelle CHEMonitor-Studie von CAMELOT analysiert Einflüsse auf globale Lieferketten der deutschen Chemieindustrie

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Protektionismus und geopolitische Krisen
werden die Lieferketten deutscher Chemieunternehmen in den kommenden
beiden Jahren am meisten beeinflussen. Erst mit etwas Abstand folgen
Nachhaltigkeit in der Lieferkette, Digitalisierung und der Ölpreis.
Die Bedeutung von China als Handelspartner wird an Bedeutung
gewinnen, während die protektionistische Politik Donald Trumps die
Attraktivität der USA als Partner für die deutsche Chemieindustrie
schwächt. Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der
Lieferkette wird zukünftig zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor. Dies
sind die Ergebnisse der aktuellen CHEMonitor-Trendumfrage von CAMELOT
Management Consultants und der Fachzeitung CHEManager.

„Deutschland und Westeuropa sind als Absatzmärkte für die deutsche
Chemieindustrie zunehmend attraktiv. Außerhalb Europas, stark
beeinflusst von Protektionismus und geopolitischen Krisen, werden
sich die globalen Lieferketten in den nächsten Jahren wieder stärker
auf China und Asien fokussieren, bezüglich Nordamerika herrscht
Unsicherheit“, bringt Dr. Josef Packowski, Managing Partner bei
CAMELOT, die konjunkturellen Ergebnisse der 28. CHEMonitor-Befragung
auf den Punkt. Für das CHEMonitor Trendbarometer werden zweimal pro
Jahr über 200 Top-Entscheider der deutschen Chemieindustrie befragt.

Bei der aktuellen CHEMonitor-Befragung nannten die deutschen
Chemiemanager Protektionismus (51 % der Nennungen) und geopolitische
Krisen (45 %) als die beiden Entwicklungen mit der größten Wirkung
auf die unternehmenseigene Lieferkette in den kommenden zwei Jahren.
Nur noch jeder fünfte Chemiemanager denkt, dass Freihandelsabkommen
die eigene Lieferkette deutlich beeinflussen könnten.

Handel mit China und den USA

Rund ein Drittel der Befragten erwarten in den kommenden zwei
Jahren sowohl bessere Export- als auch Importbedingungen im Handel
mit China. In Bezug auf die USA zeigt sich klar ein gegenteiliger
Trend: Seit der Wahl von Präsident Trump schwächt dessen
protektionistische Politik die Attraktivität der USA als Partner für
die deutsche Chemieindustrie: Im März 2017 rechneten über drei
Viertel der befragten Chemiemanager kurzfristig mit schlechteren
Bedingungen für den Export nach Übersee. Die Hälfte geht zudem von
erschwerten Chemieimporten aus den USA nach Deutschland aus.

Nachhaltigkeit in der Lieferkette als Wettbewerbsfaktor

Vor dem Hintergrund des G20-Prozesses und der Nachhaltigkeitsziele
der Vereinten Nationen wurden die Chemiemanager auch zum Thema
Nachhaltigkeit in der Lieferkette befragt. Dr. Sven Mandewirth,
Partner und Chemieexperte bei CAMELOT, fasst die Ergebnisse zusammen:
„Auf längere Sicht wird die Nachhaltigkeit in den globalen
Lieferketten ein wichtiger Wettbewerbsfaktor sein. Dies sehen aktuell
noch weniger als 50 % der deutschen Chemiemanager so. Die Potenziale
sind hier also groß“.

Bei der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der
Lieferkette zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen großen und
mittelständischen Chemieunternehmen. Während 79 % der Manager aus
großen Chemieunternehmen antworteten, ihre Lieferanten werden nach
Nachhaltigkeitskriterien bewertet, lag in mittelständischen
Unternehmen der Anteil nur bei 35 %. Ein sehr hoher Anteil der großen
Chemieunternehmen berücksichtigt neben den beiden klassischen
Kriterien Qualität und Preis Kriterien wie Menschenrechte (83 %),
Arbeitsbedingungen (79 %), Korruptionsbewertung (71 %) und Umwelt-
und Klimaschutz (67 %). Im Chemiemittelstand spielen diese Punkte nur
bei 35 – 45 % der Unternehmen eine Rolle bei der
Lieferantenbewertung. Die aktuelle CHEMonitor-Studie ist kostenfrei
erhältlich unter www.camelot-mc.com.

Über die CAMELOT Management Consultants AG

CAMELOT Management Consultants ist der weltweit führende
Beratungsspezialist für Value Chain Management in der Prozess-,
Konsumgüter- und Fertigungsindustrie. Das Unternehmen ist Teil der
CAMELOT Gruppe mit weltweit 1.600 Mitarbeitern und Hauptsitz in
Mannheim. Der integrierte Beratungsansatz und die enge Zusammenarbeit
mit zahlreichen renommierten Technologiespezialisten garantieren den
Projekterfolg über alle Phasen der Beratung hinweg: von der
Entscheidungsfindung bis hin zur organisatorischen und technischen
Umsetzung.

www.camelot-mc.com

Pressekontakt:
Sandra Gschwendner
Head of Corporate Communications
CAMELOT Management Consultants AG
Radlkoferstr. 2
81373 München
Tel.: +49 (0)89 741185-426
Email: sgsc@camelot-mc.com
www.camelot-mc.com

Original-Content von: Camelot Management Consultants AG, übermittelt durch news aktuell

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