Chinesische Investoren suchen Wachstum / Deloitte-Studie zeigt Trend zu größeren, hochwertigeren Auslandsinvestments – auch deutsche Firmen im Fokus

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Die Deloitte-Studie „More experienced
buyers – Higher return expectations“ sieht zunehmende
Auslandsinvestments chinesischer Unternehmen: Bereits in den ersten
Monaten des Jahres setzt sich der klare Trend nach oben fort – in
Europa profitieren vor allem Produktions- und Technologieunternehmen.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Automotive-Industrie in
Deutschland und der Immobilienbranche in Großbritannien. Zudem ziehen
chinesische Investoren verstärkt Berater zur Post-Merger-Bewältigung
hinzu. Gleichzeitig streben sie nach größeren und gewinnbringenderen
Transaktionen als in den Jahren zuvor. In den ersten fünf Monaten
dieses Jahres stiegen die Auslandsinvestments um 24 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr.

„Das jährliche Volumen chinesischer Auslandsinvestments liegt
heute auf dem Niveau Deutschlands oder Japans“, erklärt Dirk
Hällmayr, Partner China bei Deloitte. „Schon zwischen Januar und Mai
2014 investierten chinesische Unternehmen 9,7 Milliarden US-Dollar
alleine in Westeuropa. Die Mehrheit der befragten Experten erwartet
eine weitere Zunahme, insbesondere bei mittleren und größeren
Transaktionen – diesen Trend beobachten wir aktuell auch für
Deutschland.“

M&A-Zunahme klarer Trend

Die M&As durch chinesische Unternehmen werden in 2014 zahlenmäßig
die des Vorjahres erneut übersteigen. Dies liegt maßgeblich am
Erfahrungsgewinn, den Investoren aus ihren erfolgreichen M&As ziehen
– dadurch steigen auch ihre Gewinnerwartungen. Sie investierten in
den ersten fünf Monaten 2014 weltweit 31,7 Milliarden US-Dollar sowie
22,5 Milliarden für Greenfield-FDIs. Vor allem Energie & Rohstoffe,
Konsumgüter und Produktion sind die Zielbranchen. Als übergeordneter
Grund für Auslandsinvestments gilt die Erweiterung von Produktlinien
in Übersee-Märkten. 95 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass
die meisten chinesischen Auslandsinvestments im nächsten Jahr in das
asiatische Ausland gehen werden. Gleichzeitig werden in Afrika und in
Nahost die größten Preissteigerungen in fast allen Industriezweigen
erwartet und diese Regionen dadurch ebenfalls attraktiv für
Investments.

Westeuropa: Zielregion Nummer eins

In den ersten fünf Monaten 2014 fanden insgesamt 25
M&A-Transaktionen in Westeuropa statt. Anders als noch im vergangenen
Jahr erwartet, bietet die langsame Erholung der Euro-Zone
chinesischen Firmen weiterhin vielfältige Investitionsmöglichkeiten.
Außerhalb der Euro-Zone zeigen sie vor allem Interesse an
Großbritannien – die Investitionsfelder Konsumgüter und Rohstoffe
sind dort sehr begehrt. In Osteuropa finden zudem große Investitionen
ins Bauwesen sowie in die Infrastruktur statt.

Technologie im Fokus

Deutschland, Chinas größter europäischer Handelspartner, ist ein
attraktiver Markt für Investoren: Dabei sind die chinesischen
Investments hier weniger breit aufgestellt als in Großbritannien oder
den USA und vorrangig auf den Technologie-Sektor fokussiert. In den
ersten fünf Monaten 2014 fanden 70 Prozent aller chinesischen
Akquisitionen in Deutschland beim produzierenden Gewerbe statt – mit
einem Wert von insgesamt 829 Mio. US-Dollar. In ganz 2013 wurden 18
solcher Transaktionen mit einem Gesamtwert von 1,1 Milliarden
US-Dollar bekannt gegeben.

Dabei haben mittelständische Unternehmen häufig eine Marktnische
für sich entdeckt – dies macht sie zu hochwertigen M&A-Zielen. In
Deutschland stehen mittlere und größere Unternehmen im Fokus, deren
Umsatz zwischen 100 und 500 Millionen US-Dollar liegt. Die Übernahme
kann für die Unternehmen eine Win-Win-Situation bedeuten, denn sie
erhalten Zugang zum chinesischen Markt, während die Investoren vom
Technologieerwerb und der Managementerfahrung profitieren.

Chancen und Hindernisse

Unternehmer aus China suchen aufgrund des schrumpfenden
Wirtschaftswachstums im Heimatland somit vermehrt nach
Wachstumsmöglichkeiten im Ausland – auch die Lockerung der Gesetze in
China fördert diese Investments. Dennoch halten einige Faktoren noch
immer Investoren ab. Allem voran mangelndes Verständnis für
Regulierung und Personalpolitik der ausländischen Märkte. „Deutsche
Unternehmen fürchten häufig, chinesische Teilhaber würden das lokale
Management austauschen, Arbeitsplätze streichen und das technische
Know-how könnte nach Asien abwandern“, kommentiert Dirk Hällmayr.
„Dabei setzen immer mehr Investoren auf gute und langfristige
Zusammenarbeit in dem jeweiligen Markt. Die positiven Erfahrungen der
letzten Jahre lassen die Zahl chinesischer Auslandsinvestments weiter
zunehmen. Die Studienteilnehmer erwarten bereits für das laufende
Jahr eine Steigerung von bis zu 30 Prozent.“

Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/T4nUP zum
Download.

Über Deloitte

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Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance
für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen;
Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit
einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150
Ländern und Gebieten verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit
erstklassigen Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung
ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. „To be
the Standard of Excellence“ – für mehr als 200.000 Mitarbeiter von
Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch
zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur
verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: absolute Integrität,
erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung und kulturelle
Vielfalt. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben
und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder
Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen
von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited
(„DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft
mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von
Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes
ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und
unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst
keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere
Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie
aufwww.deloitte.com/de/UeberUns.

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Pressekontakt:
Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 (0)89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

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