Claudia Roth: Unhaltbare Zustände auf griechischer Insel Kos

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Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth, Bündnis
90/Die Grünen, hat die griechischen Behörden wegen des Umgangs mit
Flüchtlingen auf der Insel Kos scharf kritisiert.

Dort herrsche inzwischen das „totale Chaos“, sagte Roth am
Mittwoch im rbb-Inforadio: „Auf Kos ist wirklich alles außer
Kontrolle. Es kommen jeden Tag ungefähr 700 bis 1.000 Menschen an.
Sie bekommen keine Erstaufnahme, keine Basis-Notversorgung wie
trockene Kleidung, Nahrungsmittel, medizinische Versorgung oder eine
menschenwürdige Unterkunft. Sie bekommen gar nichts.“

Die Menschen, die am Hafen und auf Plätzen campiert hätten, seien
gestern von den Behörden in ein Stadion getrieben worden. Dort hätten
mindestens 1.000 Menschen stundenlang in der Hitze warten müssen, es
habe zudem nur zwei Toiletten gegeben. Roth zeigte sich entsetzt von
den Zuständen: „Das ist mitten in Europa die Hölle auf Erden für
diese Menschen.“

Roth, die sich vor Ort ein Bild von der Lage machte, sieht die
Verantwortung vor allem bei den lokalen Behörden. Der Bürgermeister
von Kos verweigere jede Art von Koordination, sagte Roth. Auch sei
die griechische Regierung nicht präsent. Die schwierige Situation
Griechenlands wegen der Finanzkrise sei keine Entschuldigung dafür,
dass man den Menschen keine Nothilfe gewähre, betonte Roth.

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin- Brandenburg
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