Continentale-Studie 2016: Körperliche und emotionale Erschöpfung – Zwei Drittel der Pflegenden in Deutschland stark belastet (FOTO)

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Mehr als zwei Drittel aller Menschen, die in Deutschland einen
Mitmenschen pflegen oder betreuen, fühlen sich durch die Aufgabe
stark belastet. Die häufigsten negativen Auswirkungen sind dabei:
körperliche und emotionale Erschöpfung sowie die Vernachlässigung
eigener Bedürfnisse. Dies sind Ergebnisse der Continentale-Studie
2016 der Continentale Krankenversicherung. Für diese wurden
bundesweit 1.000 Menschen befragt, die eine andere Person privat
pflegen oder betreuen.

Belastung steigt mit Pflegestufe

Im Detail fühlen sich 23 Prozent sehr stark belastet, 48 Prozent
stark. Unter den Befragten, die sich um eine Person mit der
Pflegestufe 3 kümmern, sind sogar 36 Prozent sehr stark belastet. Gar
keine Belastung empfinden nur 5 Prozent aller Befragten. Nur 31
Prozent der Pflegenden sagen, sie würden ihrer Aufgabe auf jeden Fall
gerecht.

Dies alles hat viele negative Folgen: 63 Prozent der Befragten
fühlen sich körperlich erschöpft, 62 Prozent emotional und seelisch.
60 Prozent der Pflegenden sagen, sie würden ihre persönlichen
Bedürfnisse vernachlässigen. 43 Prozent fühlen sich bei der
medizinischen Versorgung überfordert. Rund ein Drittel berichtet von
negativen Auswirkungen auf den Beruf und von finanziellen Nachteilen.

Pflege sorgt auch für Zufriedenheit

Die Pflege eines anderen Menschen hat aber auch positive
Auswirkungen. So sagen rund drei Viertel, die Pflege gebe ihnen die
Möglichkeit, einer Person etwas zurückzugeben, die selbst schon viel
für sie getan habe. Ebenfalls drei Viertel ziehen aus der Aufgabe
positive Energie und Zufriedenheit. 63 Prozent freuen sich über die
Unterstützung durch Partner, Familie oder Freunde.

In die Zukunft blicken viele Pflegende mit Sorgen. Die größte
Sorge ist, dass sich der Zustand der gepflegten Person
verschlechtert. Jeweils rund 60 Prozent befürchten auch, die Pflege
in Zukunft körperlich oder emotional nicht mehr bewältigen zu können.
Die Hälfte hat Angst davor, Pflege und Beruf nicht mehr in Einklang
bringen zu können.

Gepflegt wird auch aus finanziellen Gründen

Die Gründe, warum Menschen pflegen, sind sehr vielfältig. 91
Prozent sagen, sie pflegen aus Liebe, 85 Prozent aus Pflichtgefühl.
64 Prozent sagen aber auch, ein Pflegeheim sei zu teuer und 58
Prozent nennen als Grund eine regelmäßige Geldleistung, zum Beispiel
aus der Rente des Gepflegten.

Fragt man die Pflegenden, wie man sie entlasten könnte, nennen 53
Prozent mehr praktische, tätige Hilfe und 38 Prozent mehr emotionalen
Beistand. 37 Prozent wünschen sich eine bessere finanzielle
Unterstützung.

Pflegezusatzversicherung entlastet

„Einen anderen Menschen privat zu pflegen, verdient Bewunderung.
Wir sehen deutlich, wie sehr diese Menschen belastet sind. Als
Versicherer können wir hier nur einen kleinen Beitrag leisten. Die
gesetzliche Pflegeversicherung ist im besten Falle eine
Teilkaskoversicherung, die zum Beispiel bei stationärer Pflege
höchstens die Hälfte der Kosten deckt. Wir raten dringend zum
Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung, denn eines sehen
wir in unserer Befragung: Eine bessere finanzielle Situation
entlastet die Pflegenden nachhaltig“, so Dr. Marcus Kremer, Vorstand
der Continentale Krankenversicherung.

80 Prozent mit Pflegestufe

80 Prozent der Personen, die von den Befragten gepflegt oder
betreut werden, haben eine Pflegestufe. Dabei pflegen 55 Prozent die
Eltern oder Schwiegereltern und 14 Prozent den Partner. 38 Prozent
werden bei ihrer Tätigkeit durch einen Pflegedienst unterstützt,
während 27 Prozent völlig allein pflegen. 60 Prozent der Befragten
sind Frauen. Die Continentale-Studie erscheint jährlich und ist eine
Untersuchung der Continentale Krankenversicherung a.G. in
Zusammenarbeit mit TNS Infratest. Die komplette Studie kann kostenlos
unter www.continentale.de/studien abgerufen werden.

Über die Continentale Krankenversicherung a.G.:

Die Continentale Krankenversicherung ist die Muttergesellschaft
des Continentale Versicherungsverbundes. Sie ist ein
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Dank dieser Rechtsform ist
die Continentale geschützt gegen Übernahmen und in ihren
Entscheidungen unabhängig von Aktionärsinteressen. Gegründet wurde
sie 1926 in Dortmund aus der Eigeninitiative einiger Anhänger der
Naturheilkunde heraus.

Heute verwaltet die Continentale Krankenversicherung die Verträge
von rund 1,3 Millionen versicherten Personen und Beitragseinnahmen
von rund 1,5 Milliarden Euro. Damit gehört die Continentale
Krankenversicherung zu den zehn größten privaten Krankenversicherern
Deutschlands. Weitere Informationen finden Sie unter
www.continentale.de.

Pressekontakt:
Bernd Goletz
Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: 0231/919-2255
presse@continentale.de

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