COP21 / Klimagipfel Paris Ein gescheitertes Klimaabkommen bedroht dasÜberleben von Millionen von Kindern

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World Vision: Es ist unsere moralische Pflicht,
schnell zu handeln und den Klimawandel aufzuhalten

Der Klimagipfel geht in die Endphase, aber noch immer sind viele
der entscheidenden strittigen Aspekte der Themen, die für die
Erderwärmung und dadurch für das Leid vieler Menschen verantwortlich
sind, nicht entschieden.

Besonders die Vertreter der ärmsten Länder schauen besorgt auf das
Feilschen der reichen Staaten, die weiterhin möglichst lange
klimaschädliche Gase in die Luft blasen wollen. „Wir brauchen ein
bindendes Abkommen, dass besonders für die ärmsten Länder der Welt
genügend Finanzmittel zur Verfügung stellt, um sich an den
Klimawandel anpassen zu können“, betont Silvia Holten,
Pressesprecherin von World Vision Deutschland. „Außerdem muss dafür
gesorgt werden, dass für die Leidtragenden von klimabedingten
Katastrophen ausreichend Geld zur Verfügung steht.“

Die reichen Länder sind verantwortlich für den Klimawandel, aber
die Ärmsten der Armen müssen die Konsequenzen nun ausbaden. Die
internationale Kinderhilfsorganisation World Vision fordert die
Industrieländer auf, dafür zu sorgen, dass weltweit umweltfreundliche
Praktiken, Systeme und Technologien auf allen Ebenen sowohl in
städtischen wie ländlichen Umgebungen gefördert, gestärkt und
unterstützt werden, um so zur Verringerung der Emissionen von
Treibhausgasen beizutragen und eine kohlenstoffarme Entwicklung für
die Zukunft zu fördern.

Auf dem Nachhaltigkeitsgipfel in New York haben alle Länder
zugesagt, den Ärmsten der Armen beizustehen, die Armut zu bekämpfen
und den Klimawandel zu stoppen. „Wir nehmen Euch beim Wort“, so
Holten. „Paris darf nicht scheitern. Ein zu schwaches Abkommen wird
alle unsere Kinder betreffen, aber Millionen Kinder in den ärmsten
Ländern werden nicht überleben.“

Wissenschaftler auf dem Klimagipfel prophezeien künftig
dramatische Wetterverhältnisse in vielen Regionen der Erde. Wenn
nicht schnell gehandelt wird, kann es beispielsweise auf der
arabischen Halbinsel künftig zu Temperaturen von 60 Grad Celsius und
mehr kommen. Menschliches Leben wird unter diesen Verhältnissen nicht
mehr möglich sein. Millionen Menschen werden als Konsequenz der
veränderten Wetterverhältnisse ihre Heimatländer verlassen müssen und
sich auf die Suche nach einer neuen Heimat machen.

„Aktuell sehen wir in vielen Ländern Süd- und Ostafrikas, Süd- und
Mittelamerikas sowie Asiens die dramatischen Auswirkungen des
Wetterphänomens El Nino“, so Holten. „Allein im südlichen Afrika sind
rund 29 Millionen Menschen von anhaltender Dürre betroffen. Viele
Bauern haben all ihr Vieh verloren, Ernten sind ausgefallen, Brunnen
und Flüsse ausgetrocknet und viele Kinder zeigen alarmierende
Anzeichen von Mangel- und Unterernährung. “ Nach Aussagen von
Wissenschaftlern hängt die Stärke des Phänomens eng mit dem
Klimawandel zusammen und die Effekte werden in den kommenden Monaten
weiter zunehmen.

In seinen langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit
unterstützt die Organisation die Bevölkerung u.a. mit
Ackerbaumethoden, die dem Klima angepasst sind und der regenerativen
Wiederaufforstungsmethode FMNR (farmer managed natural regeneration),
die auf der Existenz von gesundem Wurzelwerk basiert. So konnten in
dem Pilotprojekt in Südäthiopien / Humbo Hunderte Hektar
degeneriertes Land mit Hilfe der Methode wieder aufgeforstet werden.

In Humbo fließen heute wieder 13 Quellen und liefern sauberes
Trinkwasser. Der Fluss der Region hat ganzjährig Wasser. Der neu
entstandene Wald versorgt die Familien und ihre Kinder in der
Umgebung mit Feuerholz, hochwertigem Futter für ihre Tiere und
Waldfrüchten, sowie Wildfleisch. Auch das Mikroklima hat sich
verändert.

Anbei ein Link zum Film über Humbo:
https://www.youtube.com/watch?v=GnClimvJiaw (Rohmaterial ist
kostenfrei erhältlich)

HINTERGRUND

World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit
den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit,
humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im
Finanzjahr 2014 wurden 300 Projekte in 50 Ländern durchgeführt. World
Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100
Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle
Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem
Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit
dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen.
World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion
Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. www.worldvision.de

World Vision Deutschland e.V.

Am Zollstock 2-4 61381 Friedrichsdorf/Ts

Tel.: +49-6172-763-151

Fax: +49-6172-763 273 E-Mail: presse@worldvision.de Internet:
http://www.worldvision.de

Pressekontakt:
Sie erreichen Silvia Holten, Pressesprecherin auf dem Klimagipfel in
Paris unter +49 175 29 59 758

World Vision-Pressestelle, Tel.: 06172-763-151, -155, -156 oder via
e-mail: presse@worldvision.de.

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http://www.worldvision.de/

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