Da Taiwan ein Teil von Gaia ist

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Minister Kuo-Yen Wei
Umweltschutzverwaltung
Exekutiv-Yuan, Republik China (Taiwan)

November 2015

In den 1970er Jahren legte der britische Wissenschaftler James Lovelock die Gaia-Hypothese vor, welche besagt, dass die Erde ein selbstregulierendes, komplexes System sei und die Menschen ein Organ dieser Entität darstellten. Das Wohlergehen des Planeten wäre somit abhängig von der Fähigkeit der Menschheit, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und dem Umweltschutz zu erreichen. Als verantwortliches Mitglied des Global Village ist Taiwan mit eigenen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Gewährleistung der ökologischen Nachhaltigkeit schon seit langem engagiert und aktiv. Im vergangenen Jahr hat die Regierung ihre langfristigen Reduktionsziele für Treibhausgase (THG) im Recht verankert, was Taiwans Bereitschaft unter Beweis stellt, zu den weltweiten Anstrengungen zur CO2-Reduktion beizutragen. Ihre Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind von europäischen Ländern, den USA und anderen entwickelten Ländern anerkannt worden.

Am 1. Juli 2015 verkündete die Regierung das Gesetz zur Emissionsreduzierung und zum Management von Treibhausgasen mit dem Ziel eine rechtliche Grundlage für Taiwans langfristige Bemühungen bei der Bekämpfung des Klimawandels zu schaffen, auf die Forderung nach globalen Maßnahmen zur Verminderung der CO2-Emissionen zu reagieren und den Weg für eine entsprechende politische Planung und Investition von Mitteln zu ebnen, um einen wirtschaftlichen Wandel und die Entwicklung einer kohlenstoffarmen Gesellschaft zu beschleunigen. Das Gesetz ermächtigt die Regierung bezüglich der Umsetzung der nationalen Klimaschutz- und Anpassungsstrategien zur Tat zu schreiten. Die deutliche Benennung der langfristigen Reduktionsziele Taiwans, die klare Festlegung der Verantwortlichkeiten der zentralen und der lokalen Regierungen, die Vorgabe von Reduktionszielen für jeweils fünf Jahre und die Schaffung einer Rechtsgrundlage für die Einrichtung eines THG-Reduktions- und Managementfonds in diesem Gesetz ermöglicht Taiwan seine Kapazitäten zur Verringerung der Treibhausgasemissionen schrittweise auszubauen, damit es besser auf den Klimawandel reagieren und in eine kohlenstoffarme Zeit eintreten kann.

In Reaktion auf den Lima Call for Climate Action des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klima- änderungen (UNFCCC) hat Taiwan die Initiative ergriffen und in Übereinstimmung mit seinem Umweltgrundlagen-Gesetz und seinem Gesetz zur Reduzierung und zum Management von Treibhausgas- emissionen seinen angestrebten nationalen Beitrag zum Klimaschutz (Intended Nationally Determined Contribution; INDC) veröffentlicht. Wie in seinem INDC angegeben, ist es das Ziel Taiwans, bis 2030 eine 50-prozentige Reduktion gegenüber dem Business-as-usual-Szenario zu erreichen, was einer Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 Prozent unter das Niveau von 2005 entspricht. Dies ist ein zwischengeschaltetes Ziel auf dem Weg zur Erreichung des im Gesetz zur Reduzierung und zum Management von Treibhausgasemissionen festgeschriebenen langfristigen Ziels, die Emissionen bis 2050 auf 50 Prozent des Niveaus von 2005 zu reduzieren.

Das langfristige Ziel ist ehrgeizig, jedoch erreichbar. Taiwan hat bereits umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um seinen Klimaschutz- Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehören die Bekanntmachung des Gesetzes zur Reduzierung und zum Management von Treibhausgasemissionen, des Gesetzes zur Energieverwaltung und des Gesetzes zur Entwicklung erneuerbarer Energien sowie einschlägige Politik, Projekte und Programme, die entsprechend diesen Gesetzen umgesetzt wurden. Diese Maßnahmen wurden eingeführt, um Unternehmen zu helfen Emissionen zu reduzieren, die Entwicklung der erneuerbaren Energien zu beschleunigen und nachhaltiges Wachstum zu fördern. Um die nationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, plant die Regierung auch die Teilnahme an internationalen Marktmechanismen.

Nach jahrelangen Bemühungen sind die internationalen Verhandlungen zum Klimawandel an einem Scheideweg angekommen. Es wird erwartet, dass die Gespräche auf der bevorstehenden 21. Tagung der Konferenz der Parteien der UNFCCC vom 30. November bis 11. Dezember in Paris zu einem neuen Klimaschutzabkommen führen werden, das für alle Unterzeichner des Übereinkommens gelten soll. Die Maßnahmen, die Taiwan – als Teil von Gaia – bisher ergriffen hat, unterstreichen sein Engagement, seine Verpflichtungen als verantwortlicher global Citizen zu erfüllen, eine sinnvollen Beteiligung an den Vereinbarungen zum Klimawandel zu erreichen und eine wohlhabende und nachhaltige Welt für zukünftige Generationen zu erhalten.

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