Das Bluegrass Paradies Birkenried begeisterte Künstler und Besucher

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Diesmal hat alles gestimmt: Das Kulturgewächshaus Birkenried war an zwei Tagen ausverkauft, einige Gäste mussten sogar draußen bleiben, die Sonne strahlte vom Himmel wie sonst nur bei einem USA-Festival in den Südstaaten, das idyllische Gelände mit dem Skulpturenpark und dem Teich schuf eine wunderbare Atmosphäre, der sich niemand, auch nicht die zufälligen Spaziergänger, entziehen konnte und die in Deutschland ihresgleichen suchen muss. Bluegrass ist nicht nur eine Musikrichtung, sondern auch ein Lebens- und Zusammengehörigkeitsgefühl, das bei solchen Gelegenheiten deutlich wird. Sechs aufgebotenen Bands, eine aus den USA und fünf aus Europa, waren gut aufgelegt und zeigten, welch weites Gebiet Bluegrass doch ist.
Das Programm begann am Freitagabend mit Daniel T. Coates und seiner Band, einem Amerikaner, der vor Jahren nach Deutschland gekommen und hängen geblieben ist; er ist prädestiniert, authentische Bluegrass- und Country Music kompetent zu präsentieren. Das war dieses Mal die einzige deutsche Formation beim Festival. Die nächste kam aus den USA, die Po? Ramblin? Boys aus Tennessee, stilistisch in der Frühzeit des Bluegrass angesiedelt, lautstark und voller Energie. Das fachkundige Publikum liess beide Bands erst nach mehreren Zugaben von der Bühne. Der Samstag brachte zuerst eine Offene Bühne, die von einigen Nachwuchskünstlern erklommen wurde, das offizielle Programm begann mit den Country Pickers aus der Schweiz, die ebenfalls die traditionelle Richtung einschlugen. Ebenfalls aus der Schweiz stammen Mala & Fyrmoon, ein Trio um die Geigerin Cornelia ?Mala? Gassmann, die schon vor einem Jahr kurzfristig eingesprungen war für eine ausgefallene Gruppe und mit ihren beiden Begleitern Stefan Behler und Vincent Zurkinden zum Publikumsliebling avancierte. Deswegen wurde sie jetzt erneut eingeladen und wieder erregte sie große Begeisterung mit einer Musik, die eher als ?neuakustisch? einzuordnen ist. Eine österreichische Traditionsband, eine europäische Legende ist Nugget aus Wien, seit etwa 40 Jahren aktiv, harter Kern ist der Gitarrist und höchst witziger Moderator Helmut Mitteregger und seine Frau Katarina am Bass und mit Gesang und Jarda und Zdenek Jahoda aus Prag an Banjo und Mandoline. Gegen Mitternacht stieg dann die obligatorische Jamsession mit allen verbliebenen Musikern.
Am Sonntagvormittag findet immer ein ökumenischer Wortgottesdienst vor der kleinen Birkenriedkapelle statt, geleitet von Diakon Peter Trapp und musikalisch untermalt von Nugget mit einigen passenden Gospelsongs. Diese Band wechselte dann in den Biergarten zum Frühschoppen und Weißwurstfrühstück, bevor Harry Marte und Lil? Pit, ein Trio bestehend aus Gitarrist und Sänger Harry Marte aus Österreich, Claude Meier am Kontrabaß und der Sängerin Beth Wimmer aus den USA, den offiziellen Teil der Veranstaltung mit eigener kraftvoller Singer/Songwriter-Music beschlossen.
Das nächste Abenteuer der Country Friends ist im September eine Gruppenreise in die USA zu diversen Geburtsstätten der Country Music ?back to the roots?, und das war den Clubmitgliedern schon immer ein besonderes Anliegen gewesen.

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