Das Gehaltsbarometer für Projektmanager / Aktuelle Gehalts- und Karrierestudie der GPM zeigt: Hohe Einstiegsgehälter, aber auch deutliche Unterschiede in der Bezahlung von Männern und Frauen (FOTO)

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Gewinnbringende Karriereperspektive: Im Projektmanagement können
junge und qualifizierte Fachkräfte besonders gut verdienen. Das
Berufsfeld bietet mit durchschnittlich rund 60.000 Euro im Jahr in
Deutschland attraktive Einstiegsgehälter, wie die aktuelle Gehalts-
und Karrierestudie der GPM Deutsche Gesellschaft für
Projektmanagement e. V. zeigt. Mit steigender Qualifikation und
Berufserfahrung setzt sich die positive Gehaltsentwicklung fort.
Projektmanagement-Experten auf dem Level der Projektdirektoren sind
mit einem Jahresgesamtgehalt von bis zu 105.000 Euro wertvolle
Fachkräfte in den Unternehmen.

1.014 Projektmanager aller Branchen haben zwischen Mai und Juli
2015 für die GPM ihr Gehalt offen gelegt. Damit ist die nun
vorliegende fünfte Auflage der Gehalts- und Karrierestudie die bisher
umfangreichste Erhebung in der 2005 gestarteten Studienreihe.
Durchgeführt wurde sie in Zusammenarbeit mit der EBS Universität für
Wirtschaft und Recht. „Im Projektmanagement kommen gute
Verdienstmöglichkeiten und ein vielschichtiges, abwechslungsreiches
Aufgabenfeld zusammen“, fasst Professor Yvonne Schoper,
Vorstandsvorsitzende der GPM, die Ergebnisse zusammen.

Die Studie legt zum Teil deutliche Branchenunterschiede offen: Die
höchsten Gehälter werden mit durchschnittlich 105.000 Euro in der
Projektsteuerung, der Beratung und im Training (95.400 Euro) sowie
der Pharma- und Chemieindustrie (90.500 Euro) gezahlt. Deutlich
geringer fallen die Durchschnittsgehälter im Handel (59.200 Euro)
oder der Forschung (58.700 Euro) aus. Erstmals werden in der Studie
zudem Projektmanagement-Gehälter in Deutschland und Österreich
verglichen: Über alle Positionen hinweg verdienen deutsche
Projektmanager mit einem mittleren Jahresbrutto von 79.000 Euro
durchschnittlich 13,4 Prozent mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen
in Österreich. In der Alpenrepublik liegt das Durchschnittsgehalt für
Projektmanager demnach bei 70.000 Euro. Positiv wirkt sich in beiden
Ländern eine projektmanagementspezifische Zertifizierung aus, die
sich in deutlichen Gehaltszuwächsen auszahlt.

Weiterhin entscheidet jedoch auch das Geschlecht über die Höhe des
Gehalts. In Deutschland verdienen Frauen im Projektmanagement aktuell
durchschnittlich 23,6 Prozent weniger als Männer; bei den variablen
Gehaltsanteilen beträgt die Differenz sogar 47,1 Prozent. Im Jahr
2013 hatte die Vorgängeruntersuchung der GPM die Gehaltsdifferenz
noch mit 16,2 Prozent beziffert. „Dass sich der Gehaltsunterschied
zwischen Frauen und Männern drastisch verschärft hat, ist ein
Warnsignal, das wir nicht überhören dürfen – denn laut Prognosen wird
die Projektwirtschaft in Deutschland weiter wachsen“, erklärt
Professor Yvonne Schoper. „Angesichts des zunehmenden
Fachkräftebedarfs in Projektmanagement-Berufen muss es das Ziel aller
Unternehmen sein, Frauen selbstverständlich die gleichen Konditionen
zu bieten.“

Der durchschnittliche Studienteilnehmer ist in der
Kurzcharakteristik knapp 40 Jahre alt, Akademiker, auslandserfahren
und in leitender Funktion im Projektmanagement eines großen
Unternehmens oder Konzern beschäftigt. Dabei bilden Ingenieure (25,2
Prozent) und Wirtschaftswissenschaftler (24,5 Prozent) unter den
1.014 Befragten die größten Gruppen. Der Frauenanteil unter den
Studienteilnehmern liegt bei 19 Prozent.

Mit einer Wochenarbeitszeit von knapp über 45 Stunden leisten die
befragten Projektmanager durchschnittlich sechs Stunden mehr als
vertraglich vereinbart. Dennoch ist die deutliche Mehrheit der
Befragten mit ihrer aktuellen Tätigkeit in Projekten sehr zufrieden
und bewertet die Aufgaben als äußerst interessant. „Die Studie zeigt
gleich in mehreren Punkten, dass Beschäftigte im Projektmanagement
sich in der Regel durch Engagement und hohe Motivation auszeichnen.
Hinzu kommt das für dieses Berufsbild geradezu typische Interesse und
die Bereitschaft zur stetigen Weiterbildung“, so Yvonne Schoper.

Insgesamt 36 Tage, rund vier Tage pro Jahr, haben die
Studienteilnehmer bereits in ihre berufliche Weiterbildung
investiert. Unternehmen profitierten von der Fortbildung ihrer
Beschäftigten, dürften sich jedoch nicht auf dem Lob ausruhen,
Weiterbildungen zeitlich möglich zu machen oder zu finanzieren, mahnt
Schoper. „Zwar sind die befragten Projektmanager mit ihrer Tätigkeit
in Projekten sehr zufrieden, doch ein Drittel beklagt gleichzeitig
fehlende Karriereperspektiven. Überzeugende Karrierewege auch
außerhalb der Linie zu entwickeln, ist eine drängende Aufgabe, die
Unternehmen jetzt angehen müssen.“

Pressekontakt:
GPM Deutsche Gesellschaft
für Projektmanagement e. V.
Am Tullnaupark 15
90402 Nürnberg
Tel.: +49 911 433369-0
Fax: +49 911 433369-99
E-Mail: presse@gpm-ipma.de

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