Datensammelwutübergriffiger Kostenträger eindämmen! KZBV zum 25. Tätigkeitsbericht der Bundesdatenschutzbeauftragten

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Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die
Informationsfreiheit (BfDI) hat vergangene Woche den 25.
Tätigkeitsbericht zum Datenschutz vorgestellt. Darin wird unter
anderem auch zum Fallmanagement der Krankenkassen kritisch Stellung
genommen. Zu dem Bericht sagte der stellvertretende
Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung
(KZBV), Dr. Günther E. Buchholz:

„Die hier einmal mehr dokumentierte Sammlung personenbezogener
Daten, insbesondere sensibler Sozialdaten durch die Krankenkassen ist
nicht nur aus Sicht der Vertragszahnärzteschaft höchst problematisch.
Es gibt de facto keinen Lebensbereich der Versicherten mehr, über den
seine Krankenkasse nicht im Detail Bescheid weiß – und das vielfach
ohne gesetzliche Grundlage. Die Kassen können bei Bedarf jederzeit
vollständige Profile von Patienten, aber auch Behandlern generieren
und für Ihre Zwecke nutzen. Ich fordere daher die Bundesbeauftragte
für den Datenschutz auf, energisch gegen die weiter ausufernde
Datensammelwut übergriffiger Kostenträger mit geeigneten Maßnahmen
vorzugehen.“

Vor allem das Fallmanagement der Krankenkassen war von der
obersten Datenschützerin als kritisch bewertet worden. Unter dem
Vorwand, die Qualität der Versorgung sichern und Kosten senken zu
wollen, nutzen viele Kassen die dabei gewonnenen Daten, um Einfluss
auf den Verlauf von Behandlungen zu nehmen und damit Zahnärzte, Ärzte
und deren Patienten gleichermaßen zu gängeln.

Pressekontakt:
Kai Fortelka
Telefon: 030 280 179-27, E-Mail: presse@kzbv.de

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