dbb Innovationspreis 2015 verliehen

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Ausgezeichnet: Interföderale Kooperation und
konzertierte Nachwuchsförderung – dbb-Vize Benra: „Öffentlicher
Dienst stellt sich Herausforderungen“

Der dbb Innovationspreis 2015 geht an das Modellprojekt
„Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“, initiiert von
der Metropolregion Rhein-Neckar, den Ländern Baden-Württemberg,
Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem Bund. Mit 20.000 Euro zählt der
Award zu den höchstdotierten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum
und soll Neuerungen im öffentlichen Dienst initiieren, fördern und
der Öffentlichkeit als Best-Practice-Beispiele bekannt machen. Zwei
Sonderpreise in Höhe von jeweils 2.500 Euro vergab die Jury für die
kommunalen Nachwuchskampagnen „azubi-kommunal.de“ und „GO K.A.Li“.

Hans-Ulrich Benra, stellvertretender Bundesvorsitzender und
Fachvorstand Beamtenpolitik des dbb, lobte anlässlich der
Preisverleihung die Aktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes:
„Erneut belegen drei ausgezeichnete Best-Practice-Beispiele, dass
Deutschlands öffentlicher Dienst und seine Beschäftigten ein hohes
Maß an Problembewusstsein und Lösungskompetenz in sich tragen. Ob im
Modellversuch föderale Hürden überwunden oder interkommunal der
konzertierte Kampf um die besten Köpfe auf dem Arbeitsmarkt
angegangen wird – der öffentliche Dienst stellt sich den
Herausforderungen offensiv und mit guten Ideen. Davon profitieren
Verwaltung und Bürger gleichermaßen, weil öffentliche
Dienstleistungen optimiert und ihre Qualität gesichert werden“, so
Benra.

„Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“ 2010 starteten
die Metropolregion Rhein-Neckar, die Länder Baden-Württemberg, Hessen
und Rheinland-Pfalz sowie der Bund ein Modellvorhaben, um gemeinsam
innovative E-Government-Angebote zu entwickeln. Zugrunde lag die
Erkenntnis, dass das föderale System, das Ressortprinzip wie auch die
kommunale Selbstverwaltung die Entwicklung eines kooperativen
E-Government oft hemmen und man deswegen versuchen müsse, bestehende
Grenzen zu überwinden. Die Hälfte der insgesamt 154 Teilprojekte
wurde bereits umgesetzt. Zu den Erfolgen zählen unter anderem die
länderübergreifende Einführung der einheitlichen Behördenrufnummer
115 oder die Realisierung einer regionsweiten E-Vergabe-Lösung. Vor
allem aber wurde mit dem Modellvorhaben erstmals ein institutioneller
Rahmen, ein „Reallabor der Verwaltungsmodernisierung“ geschaffen, in
dem sich eine neue Kultur der Kooperation entwickeln konnte, um die
Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung für alle Beteiligten
nachhaltig sicherzustellen und zu verbessern. Kontakt: www.m-r-n.com.

„azubi-kommunal.de“ und „GO K.A.Li“ Den zunehmenden
Schwierigkeiten, Berufsnachwuchs zu gewinnen, begegnen die kommunalen
Arbeitgeber im Münsterland und in Ostwestfalen-Lippe gemeinsam mit
dem Studieninstitut Westfalen-Lippe einerseits und im Kreis Lippe
andererseits mit den interkommunalen Nachwuchskampagnen
„azubi-kommunal.de“ und „GO K.A.Li“, die in diesem Jahr beide einen
Sonderpreis von je 2.500 Euro erhalten. Die Kampagnen arbeiten mit
speziell auf junge Menschen zugeschnittenen Instrumenten wie Websites
und Apps sowie Werbung und Aktionen auf Jobmessen, um auf den
attraktiven Arbeitgeber Öffentlicher Dienst aufmerksam zu machen,
räumen auf mit falschen Vorstellungen und wollen junge motivierte
Menschen für das vielfältige und abwechslungsreiche Angebot der
kommunalen Arbeitgeber interessieren. Kontakt: www.azubi-kommunal.de
und www.go-kali.de.

Pressekontakt:
dbb – beamtenbund und tarifunion
Dr. Frank Zitka
Telefon: 030.4081-5510
Fax: 030.4081-5599
Email: zitka@dbb.de

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