Dem Kind (k)einen Zweitnamen geben / Eine Ancestry-Umfrage zeigt: Deutschlands junge Eltern orientieren sich bei der (Zweit-) Namensvergabe wieder mehr an der Familie (FOTO)

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– 35 Prozent der Deutschen haben einen Zweitnamen, die Hälfte
davon trägt aktuell den Namen eines Vorfahren.

– Prominente Beispiele: Manuel Peter Neuer, Gerhard Fritz Kurt
Schröder oder auch Johann Christoph Friedrich von Schiller.

– Lange Zeit war der Trend zum Zweitnamen aus der Familie
rückläufig, vor allem die jungen Deutschen legen nun wieder
verstärkt Wert auf familiäre Wurzeln.

Ancestry.de, der Experte für digitale Familien- und
Ahnenforschung, hat in Zusammenarbeit mit TNS Infratest eine Umfrage
zum Thema Mittel- und Zweitnamen in Deutschland durchgeführt. Die
Ergebnisse zeigen: Mehr als ein Drittel der Deutschen trägt einen
Zweit- oder Mittelnamen, die Hälfte davon den Namen eines Vorfahren.
Zweitnamen mit familiärem Ursprung wurden im Verlauf der letzten
Jahrzehnte tendenziell weniger vergeben, die jüngsten Befragten
wollen die Tradition aber wieder aufleben lassen.

Ein Blick in den Ancestry-Datenbestand verrät: Vor zweihundert
Jahren trugen 66 Prozent der Deutschen einen Zweitnamen, einhundert
Jahre später, um 1916, waren es fast 70 Prozent. Eine aktuelle
Ancestry-Umfrage zeigt nun: Heute tragen nur noch rund 35 Prozent der
Bundesbürger einen zusätzlichen Namen und auch im Hinblick auf den
Ursprung des Zweitnamens gibt es Veränderungen. Lange Zeit war es
Tradition, den eigenen Vornamen oder den Namen eines Vorfahren an den
Nachwuchs weiterzugeben. Heute dienen offenbar verschiedene Quellen
als Inspiration. Zwar stammen insgesamt noch 54,5 Prozent der
vergebenen Zweitnamen von einem Vorfahren, in den letzten 65 Jahren
orientierten sich die Eltern bei der Namenswahl aber zunehmend
anderweitig: Während in der Gruppe der Ältesten (55 bis 64 Jahre)
noch 54,4 Prozent einen Zweitnamen mit familiärem Ursprung haben,
verdanken die jüngsten Befragten (16 bis 24 Jahre) ihren Zweitnamen
nur noch zu 37,7 Prozent einem Vorfahren.

Deutschlands Jüngste setzen auf familiäres Andenken

Interessanterweise sind es aber gerade die Jüngsten, die besonders
stolz darauf sind, den Namen eines Vorfahren zu tragen. Knapp die
Hälfte (49,7 Prozent) der 16- bis 24-jährigen gibt an, dass ihnen die
Verbundenheit mit der eigenen Familienhistorie sehr viel bedeutet.
Von den Ältesten empfinden so nur 20,8 Prozent. 39,7 Prozent aller
Teilnehmer mit Mittelnamen finden es zwar gut, einen Zweitnamen mit
Familienbezug zu haben, sie sehen aber keine tiefere Bedeutung darin.
Und auch wenn der Trend zum Zweitnamen mit familiärem Ursprung
derzeit rückläufig scheint: Es sind es wiederum die jüngeren
Befragten, die diese Tradition am Leben erhalten wollen. 31,8 Prozent
der 16- bis 24-jährigen planen, ihren Kindern einen zusätzlichen
Namen aus dem eigenen Stammbaum zu geben. 17,8 Prozent davon wollen
ihre Vorfahren auf diese Weise weiterleben lassen, 13,2 Prozent
gefällt ein bestimmter Name eines Ahnen einfach besonders gut. Aus
der Generation der 55- bis 64-jährigen haben im Vergleich nur 18,7
Prozent einen Zweitnamen aus der Familie vergeben.

„Must have“ bei Prominenten?

Auch bei vielen Prominenten spielt das Thema Zweitname eine Rolle.
Zum einen kursiert die Theorie, dass sich Promis einen Zweitnamen
oder ein Kürzel zwischen den Namen zulegen, weil das den Träger
interessanter, intelligenter und glaubwürdiger erscheinen lassen
soll. Andere überraschen mit besonders skurrilen Mittelnamen. Doch
auch die Berühmtheiten tragen Zweitnamen, die ganz traditionell auf
einen Vorfahren zurückgehen. Leonardo DiCaprio hat deutsche Wurzeln
und heißt mit Zweitnamen Wilhelm. Sein Stammbaum in den Datenbanken
von Ancestry zeigt: Den Namen verdankt er seinem Großvater
mütterlicherseits. Und auch dessen Vater, DiCaprios Urgroßvater,
hörte auf den Namen Wilhelm. Bei Schauspieler-Kollege Daniel Craig
ist der Zweitname Whrougton zu finden, den schon sein Vater trug.

„Die Diskussion um das Für und Wider von Zweitnamen wird hitzig
geführt. Was ist Trend? Braucht man einen Mittelnamen? Die Antwort
muss am Ende jeder für sich selbst finden. Nur 13,2 Prozent der
vergebenen Zweitnamen werden im Alltag tatsächlich genutzt“, erklärt
Nikolai Donitzky, Managing Director bei Ancestry Deutschland. „Egal
ob Eltern nur einem Trend folgen, den Zweitnamen zum Ausgleichen
eines skurrilen Vornamens wählen oder dem Kind später selbst die Wahl
lassen wollen: Die eigenen Vorfahren im Zweitnamen zu bedenken ist
eine schöne Tradition, die es aufrecht zu erhalten gilt. Und
Zweitnamen wie Karl, Friedrich, Maria oder Wilhelm funktionieren
heute genauso wie damals.“

Beispiele bekannter Persönlichkeiten mit Zweitnamen von Vorfahren

Gerhard Fritz Kurt Schröder: Der Altkanzler trägt die Zweitnamen
Fritz und Kurt. Fritz stammt von seinem Vater Fritz Schröder.

Prinz William Arthur Philip Louis, Duke of Cambridge: Prinz
William trägt den Namen seines Großvaters Prinz Philip, den Namen
seines Urgroßvaters Arthur sowie den Namen des Bruders seines
Urgroßvaters Louis Francis Albert Victor Nicholas Mountbatten.

Prinz Henry Charles Albert David of Wales: Der jüngere der beiden
Brüder trägt unter anderem den Namen seines Vaters Prinz Charles als
Zweitnamen.

Leonardo Wilhelm DiCaprio: Der Großvater sowie der Urgroßvater des
Hollywoodstars mütterlicherseits hießen beide Wilhelm mit Vornamen.

Daniel Whroughton Craig: Der Schauspieler trägt den Vornamen
seines Vaters als Zweitnamen.

Johann Christoph Friedrich von Schiller: Der Dichter Friedrich von
Schiller heißt mit vollem Namen Johann Christoph Friedrich von
Schiller. Friedrich ist also einer seiner Zweitnamen und stammt von
seinem Großvater mütterlicherseits. Sein Vorname Johann stammt von
seinem Vater. Auch Schiller selbst hielt die Tradition aufrecht und
gab den Namen Friedrich als Zweitname an seine Söhne Ernst und Karl
weiter.

Paul Thomas Mann: Der Schriftsteller, der unter seinem Zweitnamen
bekannt wurde, hat diesen von seinem Vater. Sein Bruder Heinrich
trägt ebenfalls einen Namen des Vater, dessen voller Name „Thomas
Johann Heinrich Mann“ war.

Manuel Peter Neuer: Manuel Neuer trägt den Namen seines Vaters als
Zweitnamen.

Andrè Horst Schürrle: Der Nationalspieler trägt den Zweitnamen
Horst, den er von seinem Großvaters hat.

Lukas Josef Podolski: Auch Lukas Podolski verdankt seinen
Zweitnamen Josef seinem Großvater.

Informationen zur Umfrage und weiteren Angaben:

In Zusammenarbeit mit TNS Infratest befragte Ancestry im Mai und
Juni 2016 im Rahmen einer Online-Umfrage insgesamt 1.045 Teilnehmer,
bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich Alter (zwischen 16 und 64
Jahren) und Geschlecht. Alle historischen Angaben basieren auf
Analysen der deutschen Ancestry-Datenbestände.

ÜBER ANCESTRY

Ancestry.de, in Deutschland seit 2006 verfügbar, präsentiert als
führende deutsche genealogische Webseite eine bedeutende und
umfangreiche Sammlung deutscher familienhistorischer Aufzeichnungen.
Derzeit sind über 230 Millionen Dokumente auf der Webseite
durchsuchbar. Unter anderem finden sich hier die Hamburger
Passagierlisten, historische Telefonverzeichnisse und Adressbücher
sowie eine Vielzahl an Dokumenten aus Volkszählungen und
bevölkerungsgeschichtlichen Quellen sowie aus Personenstands-,
Militär- und Kirchenregistern mit Relevanz für deutsche
Familienforscher. Ancestry.com ist die weltweit umfangreichste
Quelle für Familiengeschichte und historisch-biographische Forschung
im Internet mit mehr als 2,4 Millionen Abonnenten auf der Hauptseite
www.ancestry.com sowie den angeschlossenen internationalen Webseiten.
Bis heute wurden auf den Seiten mehr als 18 Milliarden Aufzeichnungen
online gestellt und mehr als 80 Millionen Stammbäume von den Nutzern
erstellt.

Pressekontakt:
Ancestry / Alexandra Rudhart / arudhart@ancestry.de /
089 / 24 26 896-26

LEWIS / Frank Blum / frank.blum@teamlewis.com /
Tel: 089 / 173 019 0

LEWIS / Steffen Schneider / steffen.schneider@teamlewis.com /
Tel: 089 / 173 019 20

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