„Denk an mich. Dein Rücken“: Qual der guten Wahl / Bürostühle gibt es viele / Wie finde ich den richtigen? Präventionskampagne gibt Tipps (BILD)

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Mehr als 17 Millionen Beschäftigte in deutschen Büros verbringen
ihren Berufsalltag größtenteils im Sitzen. Wie bequem, könnte man
meinen. Aber für den Rücken ist Dauersitzen eine einseitige
Belastung, die zu Verspannung und Schmerzen führen kann. Der richtige
Bürostuhl und dazu die Integration von Bewegungsanteilen in den
Arbeitsalltag sind deshalb von großer Bedeutung für die
Rückengesundheit. Worauf man bei der Auswahl des Bürostuhls achten
sollte, dazu einige Tipps von der Präventionskampagne „Denk an mich.
Dein Rücken“.

Richtig sitzen, gut arbeiten

Statische Sitz- und Zwangshaltungen können zu Verspannungen der
Muskulatur führen, vor allem im Schulter-Nackenbereich, aber auch in
der Schulter- und Rückenmuskulatur. „Diese muskuläre Anspannung kann
Konzentrationsmangel, Nervosität und Ermüdung bei der Arbeit
verstärken“, sagt Dr. Rolf Ellegast vom Referat Ergonomie des
Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (IFA): „Ergonomische Bürostühle bieten da
Entlastung. Aber noch wichtiger ist es, im Alltag jede Möglichkeit
zur Bewegung zu nutzen. Unser Rücken braucht Abwechslung und
Herausforderung, um sich dauerhaft wohl zu fühlen.“

Was macht einen guten Bürostuhl aus?

– Der Stuhl sollte auf jeden Fall den sicherheitstechnischen
Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes entsprechen. Das
wird durch das GS-Zeichen bescheinigt.

– Der Stuhl sollte ergonomisch gestaltet sein. Das heißt, er
sollte die natürliche Haltung in allen Sitzpositionen
unterstützten, individuell anpassbar sein und Bewegung fördern.
Armlehnen sollten Schultern und Nacken entlasten. Eine
hilfreiche Checkliste finden Sie unter:
http://www.vbg.de/apl/vbg/im_qual_wahl/im_qual_wahl.pdf

– Der Stuhl sollte mit einer Benutzerinformation ausgestattet
sein. Sie informiert zum Beispiel über Einstellungsmöglichkeiten
und die sind die Grundlage für die Unterweisung des
Beschäftigten. Häufig werden Einstellungen nicht genutzt, weil
die Nutzer nicht mit ihnen vertraut sind.

Grundsätzlich gilt: Das Angebot an Bürostuhl-Modellen ist groß.
Vor dem Kauf sollten deshalb die Bedürfnisse der Beschäftigten genau
ermittelt werden. Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der
Auswahl beteiligt werden, fördert das zudem ihre Bereitschaft, den
Stuhl richtig zu nutzen und auf ihre individuellen Maße einzustellen.
Auch die Expertise der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des
Betriebsarztes sollten eingebunden werden. Beim Kauf selbst empfiehlt
es sich, mehrere Personen unterschiedlicher Größe und Gewicht Probe
sitzen zu lassen. Eine sorgfältige Auswahl erspart später Kosten und
Ärger. http://www.vbg.de/apl/vbg/im_qual_wahl/8.htm

Bei den richtigen Einstellungen sollten dann wiederum die
Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt unterstützen.
Denn nur ein individuell angepasster Bürostuhl erfüllt seinen Zweck.
Eine kleine Checkliste gibt auch der Flyer: „Gesund arbeiten am PC“.
http://ots.de/FwDvw

Hintergrund „Denk an mich. Dein Rücken“

In der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ arbeiten
die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche
Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für
Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen.
Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern.
Weitere Informationen unter www.deinruecken.de.

Pressekontakt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de

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