Der Fall Mollath – In den Fängen von Justiz, Politik und Psychiatrie / Film von Monika Anthes und Eric Beres am 3.6.2013, 22.45 Uhr im Ersten (BILD)

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Seit mehr als sieben Jahren sitzt Gustl Mollath aus Nürnberg in
der geschlossenen Psychiatrie. Sein Fall beschäftigt seit Monaten
Medien und besorgte Bürger. Der Verdacht: Gustl Mollath wurde
weggeschafft, um Steuersünder zu schützen.

Vor gut zehn Jahren: Gustl Mollath ist gut situiert. Seine Ehefrau
ist Vermögensberaterin bei der Hypovereinsbank und berät reiche
Kunden bei der Geldanlage in der Schweiz. Gustl Mollath versucht, sie
davon abzubringen, informiert ihre Bank. Als der Streit eskaliert,
erstattet er Anzeige wegen Schwarzgeldgeschäften. Doch die
Staatsanwaltschaft Nürnberg nimmt stattdessen Gustl Mollath selbst
ins Visier. Plötzlich soll er seine Frau misshandelt und Reifen
zerstochen haben. Ein fragwürdiges Gutachten bescheinigt ihm ein
„paranoides Gedankensystem“.

Im April 2010 wendet sich Gustl Mollath erstmals an die Redaktion
des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“ und bittet um Hilfe. Seitdem
recherchieren die Autoren Monika Anthes und Eric Beres, bringen immer
mehr brisante Details ans Licht. Vor wenigen Monaten dann die
spektakuläre Wende in dem Fall: Ein interner Revisionsbericht der
Hypovereinsbank kommt zu dem Ergebnis, dass „alle nachprüfbaren
Behauptungen“ Gustl Mollaths zu den Schwarzgeldgeschäften seiner
damaligen Ehefrau „zutreffend“ sind. Die Staatsanwaltschaft
Regensburg fordert die Wiederaufnahme des Verfahrens. Haben Justiz
und Politik in dem Fall versagt? Oder wurde Gustl Mollath tatsächlich
bewusst in die Psychiatrie gesteckt, weil er reichen Steuersündern
gefährlich wurde?

Monika Anthes und Eric Beres arbeiten den Fall erstmals im
Fernsehen umfassend auf. Sie bieten Einblicke in das Leben und
Schicksal Gustl Mollaths in der Anstalt, treffen ihn mehrfach zu
Interviews. Sie sprechen mit Wegbegleitern und Unterstützern. Sie
bieten Einblicke in das damalige Geschäftsgebaren der
Hypovereinsbank, konfrontieren Verantwortliche aus Justiz und Politik
und fragen, wie es sein kann, dass einem Bürger sieben Jahre seines
Lebens gestohlen wurden.

„Die Story im Ersten: Der Fall Mollath – In den Fängen von Justiz,
Politik und Psychiatrie“, am Montag, 3. Juni 2013, 22.45-23.30 Uhr im
Ersten.

Fotos finden Sie auf ARD-Foto.de, einen Trailer zur Dokumentation
im Vorführraum unter presse.daserste.de und unter SWR.de/presse.
Informationen zum Fall Gustl Mollath finden Sie auch unter
www.reportmainz.de.

Pressekontakt: Heike Rossel, Tel. 06131 929-33272,
Heike.Rossel@SWR.de.

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