„Der Staat sollte Sterbehilfeorganisationen fördern – nicht verbieten!“ / gbs kündigt Widerstand gegen Gesetzentwurf an und beruft Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli in ihren Beirat

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Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
soll bestraft werden, wer regelmäßig schwerstleidenden Menschen
hilft, ihr Leben selbstbestimmt zu beenden. So will es ein
aussichtsreicher Gesetzentwurf einer Abgeordnetengruppe um Michael
Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD). Der Philosoph und
Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs), Michael
Schmidt-Salomon, hat den Entwurf heute in einer ausführlichen
Stellungnahme als „zutiefst undemokratisch, juristisch absurd und
ethisch unverantwortlich“ kritisiert und angekündigt, gegen ein
entsprechendes Gesetz an der Seite des Dignitas-Gründers und neuen
gbs-Beirats Ludwig A. Minelli zu klagen, sollte es im Deutschen
Bundestag verabschiedet werden.

„Man muss sich vor Augen führen, was momentan in Berlin
geschieht“, sagte Schmidt-Salomon. „Obwohl die Bürgerinnen und Bürger
mit überwältigender Mehrheit eine Liberalisierung der Sterbehilfe
fordern, planen ihre gewählten Vertreter mehrheitlich, die seit 140
Jahren bestehenden rechtlichen Möglichkeiten der Sterbehilfe
einzuschränken und jede Form von professioneller Freitodbegleitung zu
verbieten! Vor allem die Gesetzentwürfe von Brand/Griese und
Sensburg/Dörflinger sind zutiefst undemokratisch, da sie den klar
dokumentierten Willen der Bevölkerung ins Gegenteil verkehren.
Angesichts der niederschmetternden Ignoranz der Volksvertreter
gegenüber den Interessen der Bürgerinnen und Bürger ist man geneigt,
mit Bertolt Brecht zu fragen: Wäre es da nicht doch einfacher, die
Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“

Lesen Sie auf der gbs-Website die komplette Stellungnahme, in der
u.a. begründet wird, warum eine Kriminalisierung der
Freitodbegleitung noch mehr Menschen in den Verzweiflungssuizid
treiben würde und weshalb die gbs eine „härtere Gangart“ gegenüber
Parlamentariern einlegen will, die „wider alle Vernunft und gegen den
Willen einer überwältigenden Bevölkerungsmehrheit“ ein Gesetz planen,
das „nicht nur katastrophale Folgen für schwerstleidende Patienten
und ihre Angehörigen hätte, sondern auch der Politikverdrossenheit in
Deutschland weiteren Vorschub leisten würde“:

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/sterbehilfe-foerdern

Pressekontakt:
c/o: Elke Held, presse[AT]giordano-bruno-stiftung[PUNKT]de

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