Der Tagesspiegel: DFG-Präsident warnt vor Verharmlosung von Plagiaten

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Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG), Matthias Kleiner, hat davor gewarnt, Plagiate in der
Wissenschaft als Kavaliersdelikt zu verharmlosen. „Weil Wissenschaft
von Ideen und Erkenntnissen handelt und diese darin aufeinander
aufbauend weitergeführt werden, ist geistiges Eigentum in der
Wissenschaft genauso wertvoll wie materielles Eigentum. Dies muss von
Gesellschaft und Politik wohl noch bewusster mitgetragen werden.“,
sagte Kleiner dem Berliner „Tagesspiegel“ am 25. Februar.
Wissenschaft beruhe auf den Prinzipien der Wahrhaftigkeit, der
Redlichkeit und des Vertrauens. „Wissenschaftler teilen ihre Ideen
und Erkenntnisse, sie führen sie gemeinsam weiter, aber sie entwenden
sie nicht.“

Für die Annahme, dass in Deutschland bei wissenschaftlichen
Arbeiten oft getäuscht wird, sieht Kleiner jedoch keinen Anlass. Die
Zahl der Verstöße sei, „gemessen an der Gesamtzahl der Personen und
Projekte in der Wissenschaft sehr gering“, sagte er. Seit 1999 seien
dem von der DFG eingesetzten Ombudsman für die Wissenschaft insgesamt
400 bis 500 Verdachtsfälle auf wissenschaftliches Fehlverhalten
mitgeteilt worden, von denen ein Zehntel Plagiate betrafen. Die Zahl
der tatsächlichen Fälle sei noch geringer gewesen. „Zum Vergleich:
Alleine die DFG fördert gut 40.000 laufende Forschungsprojekte.“

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel,
Newsroom, Telefon: 030-29021-14909.

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
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