Der Tagesspiegel: Gysi: Was Parteien aus Vereinigung SPD/KPD lernen müssen

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Der Linken-Politiker Gregor Gysi hat den Wunsch
nach Vereinigung von SPD und KPD vor 70 Jahren in der Sowjetischen
Besatzungszone als „verständlich“ bezeichnet. In einem Gastkommentar
für den „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe) schreibt der frühere
langjährige Vorsitzende von PDS- und Linksfraktion: „Die Spaltung und
der Hass zwischen KPD und SPD hatte in der deutschen Geschichte
verheerende Folgen. Es sei an die Ermordung von Karl Liebknecht und
Rosa Luxemburg, an den KPD-Begriff des Sozialfaschismus für die SPD,
an die Ablehnung eines gemeinsamen Kampfes gegen die Nazis erinnert.“
Allerdings sei die SED schon nach kurzer Zeit nach
sowjetisch-kommunistischer Struktur umgewandelt worden, „nahm
eindeutig stalinistische Züge an“. SPD, Linke und Grüne müssten
daraus zweierlei lernen, schreibt Gysi weiter: „Sie sollten getrennt
und unterschiedlich bleiben, also auch unterschiedliche Interessen
vertreten, aber dürfen nie wieder eine Zusammenarbeit ablehnen, wenn
es um Verhinderung einer Rechtsentwicklung in Europa und in
Deutschland geht, wie wir sie gerade erleben.“

Der Gastkommentar von Gregor Gysi online:
www.tagesspiegel.de/13480118.html

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel,
Newsroom, Telefon: 030-29021-14909.

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chefin vom Dienst
Patricia Wolf
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