Der Tagesspiegel: Statistiker: Immer weniger Krankenpfleger für immer mehr Patienten

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Berlin – An der Berliner Charité wollen
Pflegekräfte mit einem unbefristeten Streik mehr Personal erzwingen.
Doch nicht nur in Europas größter Universitätsklinik ist der
Pflegekräftemangel ein Problem. Nach Angaben des Statistischen
Bundesamtes, die von der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine
Zimmermann erfragt wurden und dem Berliner „Tagesspiegel“
(Dienstagausgabe) vorliegen, werden in Deutschlands Krankenhäusern
immer mehr Patienten von immer weniger Krankenpflegern versorgt.
Musste 1991 eine Vollzeitkraft rechnerisch 45 Fälle versorgen, waren
es 2013 schon 59. Die Zahl der Behandlungsfälle stieg bundesweit um
28,9 Prozent auf fast 19 Millionen. Gleichzeitig ging das Personal,
in Vollzeitkräften gerechnet, um 1,2 Prozent auf 316 000 zurück.
Massiv gestiegen ist auch die Zahl der Pflegekräfte, die über das
vereinbarte Pensum hinaus zu arbeiten hatten. Waren es 2011 noch 79
000, die derartige Mehrarbeit erbrachten, lag die Zahl 2013 bereits
bei 104 000 – ein Anstieg um 32 Prozent. Hintergrund ist neben der
steigenden Patientenzahl auch die infolge des Kostendrucks kürzere
Verweildauer der Patienten. Sie sank zwischen 1991 und 2013 von 14
auf durchschnittlich 7,5 Tage – an der Charité gar auf 5,9 Tage.

http://www.tagesspiegel.de/politik/notstand-in-den-krankenhaeusern
-immer-weniger-pflegekraefte-fuer-immer-mehr-patienten/11955246.html

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Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
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