Der Tagesspiegel: Stoiber: Die Unrechtsbehandlung war ein großes Problem für Strauß

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Aus Anlass des 100. Geburtstages von Franz Josef
Strauß hat Edmund Stoiber, langjähriger bayerischer Ministerpräsident
und einst Generalsekretär unter Strauß, die Politik aufgefordert,
wieder leidenschaftlicher zu werden. Im Interview mit dem
Tagesspiegel (Sonntagausgabe) sagte er: „Strauß war leidenschaftlich
und emotionsreich. Heute versuchen die Politiker, ihre Emotionen sehr
stark zu kontrollieren, und wenn es mal ausbricht, ist es eher ein
Problem. Sie wollen heute immer cool bleiben, ganz sachlich.“ Zwar
sei dies auch ein „Qualitätsmerkmal“, aber Politik werde so „auch
langweiliger“. Ex-CSU-Chef Stoiber hält die „Spiegel“-Affäre im
Rückblick für genauso erschütternd für Strauß wie der Unfalltod
seiner Frau. „Die –Spiegel—Affäre hat Strauß getroffen wie später
der Tod seiner Frau. Beide Ereignisse haben ihn nachhaltig
erschüttert. Immer wieder hat er, wenn es um die Affäre ging, seine
Sicht ausführlich erläutert. Diese, aus seiner Sicht,
Unrechtsbehandlung war ein großes Problem für ihn.“ Stoiber sprach
Strauß von allen Korruptions- und Suchtvorwürfen, die in jüngsten
Veröffentlichungen erhoben werden, frei. Auf die Frage, ob Strauß
korrupt war, antwortete Stoiber: „Das schließe ich aus.“

http://www.tagesspiegel.de/politik/edmund-stoiber-ueber-franz-jose
f-strauss-es-ist-damals-mehr-gesoffen-worden/12278724.html

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