Deutsche Umwelthilfe begrüßt Forderung der Umweltminister für mehr Umweltgerechtigkeit

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Bundesregierung ist aufgefordert,
Umweltgerechtigkeit in der Städtebauförderung mehr zu unterstützten

Die Umweltminister- und Senatoren der Länder fordern den Bund auf,
sich für mehr Umweltgerechtigkeit einzusetzen. Dies ist ein Ergebnis
der 86. Umweltministerkonferenz (UMK). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
begrüßt diese wichtige Botschaft. Ziel ist es, die ungerechte
Verteilung von Umweltbelastungen zu reduzieren und allen Menschen,
gleichwohl ihrer sozialen Situation, den Zugang zu einer intakten
Natur und einem gesunden Lebensumfeld zu ermöglichen. Denn sozial
benachteiligte Menschen leben oft in weniger lebenswerten
Stadtquartieren und sind dadurch häufiger Belastungen wie schlechter
Luft oder Lärm ausgesetzt, was sich wiederum negativ auf die
Gesundheit auswirken kann. Mehr Grün in die Städte zu bringen ist ein
Ansatzpunkt.

„Umweltgerechtigkeit ist das Thema der Zukunft – nicht nur für die
Umwelt, sondern auch für die Sozial-, Bildungs-, Energie- und
Gesundheitspolitik. Auch der Klimawandel rückt das Thema
Umweltgerechtigkeit weiter in den Vordergrund. Die Kosten für
Klimaschäden und Klimaanpassung steigen immer weiter an, je weiter
dieser voranschreitet,“ sagt Sascha Müller-Kraenner,
Bundegeschäftsführer der DUH.

Mit der Naturschutzoffensive erkennt die Bundesregierung den
Stellenwert von Grün in den Städten an. „Die Politik ist nun
aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit sich mehr Grün
in Städten realisieren lässt. Dabei geht es nicht darum, im Bereich
Städtebauförderung mehr Geld zur Verfügung zu stellen, sondern den
Kommunen den Raum zu lassen, die Mittel bedarfsgerecht einsetzen zu
können“, so Müller-Kraenner weiter. Ferner sei es wichtig, die
Öffentlichkeit mehr über dieses Thema zu informieren.

Langjährige Projekterfahrungen der DUH zeigen, wie wichtig eine
breite gesellschaftliche Beteiligung ist, wenn es darum geht, das
Lebensumfeld attraktiver zu gestalten und wie hoch das Engagement der
Menschen ist, aktiv zu werden. „Baumaßnahmen alleine sind nicht
ausreichend oder können ihr Ziel verfehlen, wenn sie den Ansprüchen
der Anwohner nicht gerecht werden,“ sagt Robert Spreter,
Bereichseiter Kommunaler Umweltschutz bei der DUH. Daher sei eine
Beteiligung aller Akteure auf Augenhöhe von Anfang an wichtig. Dabei
muss zielgruppengerecht vorgegangen werden, um alle
Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Moderne Ansätze des
Quartiermanagements setzen dies bereits um. Gelungene
Umsetzungsbeispiele des bundesweiten Städtebauförderungsprogramms
„Soziale Stadt“ ist der Schöneberger Norden in Berlin oder
Gladbeck-Brauck in Nordrhein-Westfalen.

Der Beschluss der UMK vorangegangen ist die Initiative des
Saarlands. Das Land hat in einem Antrag einen Masterplan für mehr
Umweltgerechtigkeit gefordert. Die DUH hat das saarländische
Umweltministerium beim Erstellen des Papiers im Vorfeld gemeinsam mit
dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt und begrüßt die frühe
Einbindung in den Prozess.

Links: Mehr Informationen zum Thema Umweltgerechtigkeit und den
Projekten der DUH: http://www.duh.de/3432.html

Pressekontakt:
Robert Spreter | Leiter Kommunaler Umweltschutz
07732 9995-30 | Mobil: 0151 55016959 | Mail: spreter@duh.de

Sascha Müller-Kraenner | Bundesgeschäftsführer
0160 90354509| mueller-kraenner@duh.de

DUH-Pressestelle:
Daniel Hufeisen | Ann-Kathrin Marggraf | Laura Holzäpfel | 030
2400867-20 | presse@duh.de www.duh.de | www.twitter.com/umwelthilfe |
www.facebook.com/umwelthilfe

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