Deutsches Kinderhilfswerk fordert verstärktes Engagement bei politischer Bildung in Schulen

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Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die
Bundesländer zu einem verstärkten Engagement im Bereich der
politischen Bildung in Schulen auf. „Die rechtsextremistischen
Ausschreitungen der letzten Tage und Wochen zeigen deutlich, dass bei
der politischen Bildung in Deutschland an vielen Stellen dringender
Handlungsbedarf besteht. Gerade in Schulen kann politisches Interesse
geweckt werden, das belegen Umfragen des Deutschen Kinderhilfswerkes
immer wieder. Fächer wie Politik, Sozialkunde oder Geschichte dürfen
daher nicht weiter zugunsten Pisa-relevanter Fächer wie Mathematik,
Sprachen und Naturwissenschaften aus dem Stundenplan zurückgedrängt
werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen
Kinderhilfswerkes. „Schule ist der Lernort für Politik schlechthin.
Hier findet der Transfer sozialer Kompetenzen statt, politisches
Interesse kann dort hervorragend geweckt werden. Politische Bildung
in Schulen fördert unsere Demokratie und kann ein besseres
gesellschaftliches Miteinander ermöglichen.“

„Neben der politischen Bildung ist aus Sicht des Deutschen
Kinderhilfswerkes die Umsetzung des Rechtes auf Beteiligung laut
UN-Kinderrechtskonvention ein zentraler Wert unserer demokratischen
Gesellschaft. Demokratie zu lernen erfordert, Demokratie zu erleben.
Deshalb sollte zukünftig sichergestellt sein, dass Kinder und
Jugendliche bei Entscheidungen, die ihre Interessen berühren mitreden
können. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes werden damit sowohl
die Kinder und Jugendlichen gestärkt, die durch Mitbestimmung schon
in jungem Alter soziale Kompetenzen entwickeln, als auch langfristig
unsere Demokratie“ so Hofmann weiter.

Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes braucht es in
Deutschland in Sachen Beteiligung dringend ein gemeinsames Handeln
von Bund, Ländern und Kommunen. Kinder und Jugendliche müssen über
ihre Rechte aufgeklärt, Qualifizierungsangebote für die Unterstützung
bei der Durchführung von Beteiligungsprozessen vermehrt aufgelegt
werden. Und wir benötigen ein Programm, das gezielt Kinder anspricht,
die von Armut betroffen sind und sie zur Mitwirkung motiviert.

Weitere Informationen und Rückfragen:
Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
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