Deutschland arbeitet flexibel, aber nur von acht bis zehn (FOTO)

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Wirkliche Flexibilität am Arbeitsplatz ist in Deutschland bislang
nur eine Randerscheinung. Und das obwohl drei Viertel der Deutschen
flexible Arbeitszeiten oder Arbeitsorte als wichtig bezeichnen. Das
ergab eine repräsentative Umfrage von Indeed, der weltweit größten
Jobseite, unter 1.069 Arbeitnehmern.

Das Angebot von flexiblen Arbeitsmodellen ist für drei Viertel der
deutschen Arbeitnehmer ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der
Wahl des Arbeitsplatzes. Rund 40 Prozent bezeichnen Flexibilität in
der Umfrage von Indeed als wichtig, weitere 35 Prozent sogar als sehr
wichtig. Dies deckt sich mit den Daten von Indeed: Die Suchen nach
flexiblen Arbeitsmodellen haben sich in den letzten zwei Jahren mehr
als verdoppelt. Trotzdem gaben nur 57,2 Prozent der Befragten an,
dass ihr Unternehmen Angebote für solche Arbeitsmodelle macht.

Die Wirklichkeit: Scheinflexibilität

Allerdings sind diese Angebote häufig eher scheinflexibel. Zwar
sind Home Office-Regelungen schon bei 39 Prozent der Arbeitnehmer
angekommen, darüber hinaus gehende Regelungen zur Wahl des
Arbeitsortes sind aber eher selten. Vollkommene örtliche Flexibilität
mit Vertrauensarbeitsort genießen nur rund acht Prozent der
Arbeitnehmer.

Ähnlich verhält es sich mit der zeitlichen Flexibilität. Für die
meisten Deutschen erschöpft sich diese im Modell „Kernarbeitszeit mit
Gleitzeit“. Immerhin 74 Prozent der Arbeitnehmer kommen in den Genuss
dieser Regelung. Von wirklicher Flexibilität im Sinne einer
Vertrauensarbeitszeit mit totaler zeitlicher Unabhängigkeit
profitieren hingegen nur 24 Prozent. Für 22 Prozent der Arbeitnehmer
bedeutet zeitliche Flexibilität in der Praxis lediglich, dass es
feste Tage gibt, an denen man früher gehen darf.

Andere Modelle fristen in Deutschland nur eine Randerscheinung.
Die Möglichkeit, eine zeitlich begrenzte Auszeit vom Job zu nehmen
(„Sabbatical“) haben nur zehn Prozent der Arbeitnehmer. Den Job mit
einem Kollegen oder einer Kollegin teilen („Job Sharing“) können nur
rund fünf Prozent.

„Mit dem Angebot von wirklicher örtlicher und zeitlicher
Flexibilität können vor allem kleine und mittlere Unternehmen
punkten“, betont Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed
Deutschland. „In diesen lassen sich entsprechende Modelle meist ohne
Reibungsverluste einführen. Die Folge ist ein Wettbewerbsvorteil
gegenüber Konzernen im Werben um talentierte Mitarbeiter.“

Das ist besonders dann entscheidend, wenn ein Unternehmen seinen
Standort außerhalb der urbanen Ballungszentren hat. Denn für 40
Prozent der Bewerber ist der Standort das wichtigste Kriterium bei
der Jobwahl, wie eine Indeed-Studie aus dem letzten Jahr zeigte. Mit
dem Angebot örtlicher Flexibilität fällt dieses Bewerbungshindernis
weg.

Vollständige Ergebnisse der Befragung:
Es gibt …
Kernarbeitszeit mit Gleitzeit bei 74,2%
Home Office bei 39,5%
Vertrauensarbeitszeit mit totaler zeitlicher Flexibilität bei 24,0%
feste Tage, an denen früher gegangen werden kann bei 22,5%
Sabbaticals bei 10,4%
Vertrauensarbeitsort mit örtlicher Flexibilität bei 7,9%
Job Sharing bei 4,6%

Bei der Wahl des Arbeitsplatzes sind flexible Arbeitszeitmodelle für
mich …
sehr wichtig: 35,5%
wichtig: 39,9%
eher unwichtig: 19,0%
unwichtig: 5,7%

Indeed: „Wie Deutschland arbeitet“ Circa einmal im Monat
betrachtet Indeed einen Aspekt des deutschen Arbeitsalltags. Die
letzten Untersuchungen dieser Reihe seit Februar 2016 finden Sie
unter nachfolgenden Links:

Thema Urlaubstage:
http://www.presseportal.de/pm/110144/3340924
Thema Duzen & Siezen im Büro:
http://www.presseportal.de/pm/110144/3313253
Thema Getränke im Büro:
http://www.presseportal.de/pm/110144/3254689
Thema Freitags früher aus dem Büro:
http://www.presseportal.de/pm/110144/3294536

Zur Umfrage

Die Onlinebefragung wurde zwischen dem 11.7. und 17.7. vom
Marktforschungsunternehmen respondi im Auftrag von Indeed
durchgeführt. Befragt wurden 1.069 Arbeitnehmer.

Pressekontakt:
Indeed
Ina Steinbach
PR Manager DACH & Benelux
Email: Ina@indeed.com
Telefon: +49 211 540 317 40

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