Deutschland braucht eine nationale Entwicklungsagenda 2030 / Hilfswerke fordern im Zuge der Flüchtlingsdebatte ein Umdenken der Bundesregierung

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Im September hat die internationale
Gemeinschaft mit der Agenda 2030 neue Ziele für eine nachhaltige
Entwicklung der Erde beschlossen. Dazu gehören nicht nur die
endgültige Beseitigung von Hunger und Armut sondern auch ein
nachhaltiges Wirtschaftswachstum mit veränderten Konsum- und
Produktionsmustern. »Die neu formulierten Entwicklungsziele sind
erstmals eine gemeinsame Verpflichtung für Industrie- und
Entwicklungsländer. Wir brauchen jetzt eine nationale
Entwicklungsagenda, mit der wir unserer Verantwortung gerecht werden.
Dafür muss die Bundesregierung jetzt klare Mechanismen formulieren,
wie sie die Agenda in Deutschland umsetzen will«, sagt Till
Wahnbaeck, Generalsekretär der Welthungerhilfe, anlässlich der
Vorstellung des diesjährigen Berichts zur Wirklichkeit der
Entwicklungspolitik.

Die Bundesregierung muss sich dafür auf einen konkreten und
wirkungsorientierten Maßnahmenkatalog für Deutschland festlegen.
Dafür braucht es einen verbindlichen und politisch kohärenten
Fahrplan, der aufzeigt, welche Rolle Deutschland bei der Bekämpfung
von Konflikten, Flucht, Hunger und Armut, ungebremstem Klimawandel
und wachsender sozialer Ungleichheit einnimmt.

Der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland und
Europa erfordert einen tiefgreifenden Prozess des Wandels im Umgang
mit Migration und Integration. »Wir begrüßen, dass mit der neuen
Entwicklungsagenda der Blick auf notwendige Veränderungen auch im
eigenen Land gelegt wird. Internationale Verantwortung bedeutet die
Verpflichtung zu finanzieller Hilfe für die Bekämpfung von Armut und
Hunger, aber auch die Umstellung der Produktions- und Konsummuster in
unserem eigenen Land«, sagte Albert Recknagel, Vorstand Programme von
terre des hommes. »Für die deutsche Politik bedeutet dies auch, die
Aufnahme und Integration von Flüchtlingen als Langzeitaufgabe zu
erkennen, die Deutschland in den nächsten Jahren zu bewältigen haben
wird und für die noch weit mehr politische wie auch finanzielle
Anstrengungen erforderlich sein werden.«

Weitere Informationen und Download unter: http://ots.de/RPFN7 und
http://ots.de/xpHhL

oder http://www.tdh.de/wirklichkeit

Der Bericht »Die Wirklichkeit der Entwicklungspolitik« ist als
Schattenbericht zu den offiziellen Zahlen des Entwicklungsausschusses
(Development Assistance Committee/DAC) der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) konzipiert. Er
untersucht Quantität und Qualität der deutschen und internationalen
Entwicklungshilfe.

Pressekontakt:
Deutsche Welthungerhilfe, Simone Pott, Tel.: 02 28 / 22 88-132,
Mobil: 01 71 / 3 70 01 29, Mail: simone.pott@welthungerhilfe.de
terre des hommes, Wolf-Christian Ramm, Tel.: 05 41 / 71 01-158,
Mobil: 01 71 / 6 72 97 48, Mail: presse@tdh.de

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