Deutschland klettert in sozialem Ranking / Social Progess Index zeigt: Bundesrepublik in allen relevanten Kategorien in der Weltspitze

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Die NGO Social Progress Imperative hat gemeinsam
mit Deloitte zum vierten Mal die weltweite Entwicklung von Staaten
bezüglich sozialer Gesichtspunkte analysiert. Soziale Entwicklung ist
nicht nur für Regierungen, sondern auch für Unternehmen der
Privatwirtschaft hinsichtlich Marktzugang, Risikominimierung sowie
Corporate-Social-Responsibility-Maßnahmen eine wichtige Messgröße, da
diese Faktoren zunehmend Wertschöpfungsketten, gesellschaftliches
Zusammenleben und somit das Wirtschaften beeinflussen. Der Social
Progress Index verzeichnet erneut einen leichten Aufwärtstrend.
Nordeuropäische Länder führen das Ranking an. Dänemark belegt Platz
1, gefolgt von Finnland, Island und Norwegen. Deutschland ist
erstmals mit Rang 13 und einem Score von 88,50 in der Spitzengruppe
mit dem höchsten sozialen Fortschritt vertreten. Durch den Social
Progress Index werden weltweit Länder anhand ihrer sozialen
Fortschrittlichkeit und ihrer Entwicklung der Umweltqualität
bewertet. Dieses Jahr wurden 128 Länder in Bezug auf 50 soziale und
ökologische Faktoren analysiert. Die drei untersuchten
Hauptkategorien sind dabei „menschliche Grundbedürfnisse“,
„Grundlagen des Wohlbefindens“ und „Chancen und Möglichkeiten“.

„Die Lebensqualität in einem Land lässt sich nicht allein anhand
ökonomischer Kennzahlen festmachen. Deutschland profitiert in hohem
Maße von seiner wirtschaftlichen Stärke, welche Einfluss auf die
meisten sozialen und ökologischen Anstrengungen hat. Im Zuge der
Flüchtlingskrise hat sich zudem ein erhöhtes Maß an Toleranz und
Integrationsbereitschaft gezeigt, sodass Deutschland insbesondere in
dieser Kategorie einen großen Sprung nach vorne gemacht hat. Dennoch
ist hier noch weitaus mehr möglich“, erklärt Andreas Herzig, Partner
und Leiter Sustainability Services bei Deloitte.

Deutschland in allen Hauptkategorien vorne dabei

Mit dem 13. Platz landet Deutschland erstmals in der Spitzengruppe
und liegt nur knapp hinter dem Vereinigten Königreich. Im Vergleich
zum Vorjahr klettert die Bundesrepublik um zwei Plätze nach oben. In
den Hauptkategorien Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse,
Grundlagen des Wohlbefindens sowie Chancen und Möglichkeiten erreicht
Deutschland jeweils Plätze unter den 15 besten Nationen. Die
Kategorien berücksichtigen Faktoren wie die Verfügbarkeit leistbaren
Wohnraums, persönlicher Sicherheit und Freiheit, Zugang zu
Trinkwasser oder Bildungsmöglichkeiten. Insbesondere bezüglich der
Umwelt, welche zum einen durch höheren Wohlstand erst ausreichend
geschützt werden kann, jedoch gleichzeitig auch über Investitionen
und Arbeitsplatzschaffung positive Auswirkungen auf die
Wirtschaftsleistung haben kann, nimmt Deutschland den 5. Platz ein,
hinter der Schweiz, Schweden, Spanien und Großbritannien.

Verbesserungspotenzial bei Gesundheit und Bildung

Trotz des sehr positiven Gesamtergebnisses liegt Deutschland in
manchen Bereichen unter dem zu erwartenden Wert. Setzt man das BIP
mit dem Grad des sozialen Fortschritts in Relation, zeigen sich vor
allem im Gesundheitsbereich sowie beim Zugang zu hochqualifizierenden
Bildungseinrichtungen Optimierungspotenzial. Auch wenn im Bereich
gesellschaftliche Toleranz und Inklusion ein großer Schritt nach vorn
gelingen konnte, kann Deutschland auch hier noch mehr tun, um den
Abstand zur Spitze weiter zu verringern.

Länder mit höchstem sozialem Fortschritt
Rang Land Social Progress Index
1 Dänemark 90,57
2 Finnland 90,53
3 Island 90,27
3 Norwegen 90,27
5 Schweiz 90,10
6 Kanada 89,84
7 Niederlande 89,82
8 Schweden 89,66
9 Australien 89,30
10 Neuseeland 89,30
11 Irland 88,91
12 Vereinigtes Königreich 88,73
13 Deutschland 88,50
14 Österreich 87,98

Europäischer Norden führt globales Ranking an

Die Top 20 im sozialen Fortschritt dominieren hauptsächlich
europäische Staaten. Führend sind die nordischen Länder. Dänemark
schafft es auf Platz 1, Finnland rutscht auf Platz 2. Den dritten
Platz teilen sich Island und Norwegen. Die Schweiz komplettiert die
Top 5 und punktet vor allem bei ökologischen Aspekten. Die USA landen
auf einem recht enttäuschenden 18. Platz im Ranking, was vor allem
auf das schwache Gesundheitssystem in den Vereinigten Staaten
zurückzuführen ist.

Minimaler Aufschwung im weltweiten Gesamtergebnis

Mit einem Gesamtergebnis von 64,85 von 100 Punkten lässt sich
global eine leichte Verbesserung zum Vorjahr (2016: 62,88 Punkte)
feststellen. Der weltweite soziale Fortschritt findet zwar statt,
weist aber je nach Region starke Unterschiede in Ausprägung und
Geschwindigkeit auf. Insbesondere in Zentralafrika oder
Krisenregionen wie Afghanistan liegen die Werte deutlich unter dem
Durchschnitt.

„Gerade der verbesserte Zugang zu Information, Kommunikation und
weiterführender Bildung sorgt im Zeitalter der Digitalisierung und
einer auf Wissen basierenden Wirtschaft für steigenden Fortschritt.
Die Verbreitung von Mobiltelefonen und Smartphones sowie ein hohes
Bildungsniveau sind entscheidende Faktoren für einen nachhaltigen
wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands“, analysiert Herzig.

Die komplette Studie finden Sie unter http://ots.de/5QYra zum
Download.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory
und Consulting für Unternehmen und Institutionen aus allen
Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte
Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von
Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte
herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und unterstützt
Kunden bei der Lösung ihrer komplexen unternehmerischen
Herausforderungen. Making an impact that matters – für mehr als
244.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und
individueller Anspruch zugleich.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited
(„DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft
mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von
Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes
ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und
unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst
keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere
Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf
http://www.deloitte.com/de/UeberUns.

Über den Social Progress Index

Der Social Progress Index (SPI) wird seit 2013 jährlich von der
NGO Social Progress Imperative in Zusammenarbeit mit Deloitte
herausgegeben. Der SPI ist eine Ergänzung des BIP und anderer
ökonomischer Indikatoren. Der SPI bietet weltweit den umfassendsten
Rahmen zur Messung von sozialem Fortschritt und ist der erste Index,
der diesen unabhängig vom BIP bewertet. Er zielt darauf ab, Stärken
und Schwächen der gesellschaftlichen Entwicklung aufzudecken sowie
Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Die Leistung der Länder
wird dabei nicht nur ökonomisch, sondern ganzheitlich beurteilt.

Pressekontakt:
Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

Original-Content von: Deloitte, übermittelt durch news aktuell

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