Deutschland muss sich für den Wettbewerb im internationalen Luftverkehr besser rüsten / Markt- und Wettbewerbsanalyse der Bundesregierung wichtiger Schritt für die Zukunft

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„Die von Bundesverkehrsminister Dobrindt
angekündigte –Marktentwicklungs- und Wettbewerbsanalyse– ist eine
zentrale Grundlage, um künftig in der Politik besser
Folgenabschätzung zu leisten und damit die Wettbewerbsfähigkeit der
deutschen Luftfahrt zu stärken“, sagte Klaus-Peter Siegloch,
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft.
Angesichts der dramatisch veränderten Wettbewerbslage im
internationalen Luftverkehr sind weitere konkrete Entscheidungen der
Politik in Bund und Ländern und der EU notwendig, um entstandene
Wettbewerbsverzerrungen zu reduzieren und Deutschland eine faire
Chance im internationalen Wettbewerb zu ermöglichen. Das bedeutet vor
allem die Abschaffung der Luftverkehrsteuer, keine weiteren
Nachtflugbeschränkungen, keine europäische Insellösung beim
Emissionshandel“, so Klaus-Peter Siegloch anlässlich eines Gesprächs
mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, den Spitzen der
deutschen Luftverkehrswirtschaft und Vertretern verschiedener
Landesregierungen im Rahmen der –Initiative Luftverkehr für
Deutschland–.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte: „Mit klugen und
weitsichtigen Entschei-dungen hat sich Europa in den letzten 50
Jahren eine Spitzenposition im weltweiten Luftverkehr erarbeitet.
Eine Spitzenposition halten auch die Airlines des Lufthansa Konzerns.
Der globale Luftverkehr befindet sich aber in einem dramatischen
Wandel. Staatlich subventionierte Airlines, vor allem aus der
Golf-Region, fluten gerade auch den deutschen Markt mit enormen
Überkapazitäten.“

Spohr weiter: „Die neuen Flugzeuge werden unsere Kunden mit dem
besten verfügbaren Bordprodukt begeistern. Und nicht minder wichtig:
Jedes der Flugzeuge sichert mehrere hundert deutsche und europäische
Arbeitsplätze. Parallel führen wir neue Geschäftsmodelle ein, um auch
aus dem Zentrum Europas heraus stärker am Wachstum des
Weltluftverkehrs teilzuhaben und um für Deutschland und Europa
attraktive Mobilität anzubieten. Wir machen als Unternehmen unsere
Aufgaben, hoffen aber, dass die Bundesregierung bei der Ausgestaltung
der zukünftigen Luftfahrtpolitik der großen Bedeutung des
Luftverkehrssektors für Deutschland Rechnung trägt. Luftfahrt Made in
Germany brauchen wir auch im 21. Jahrhundert – wir haben es in der
Hand.“

Die Wettbewerbsverzerrungen haben auch für die Flughäfen enorme
wirtschaftliche Folgen, ergänzte Dr. Stefan Schulte,
Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. „Das Passagierwachstum läuft
zunehmend an Deutschland vorbei. Drehkreuze wie Istanbul oder Dubai
sind zwischen 2010 und 2013 um 59,7 % bzw. 40,9% gewachsen. Wichtige
europäische Netzwerkcarrier konnten ihr Angebot an deutschen
Flughäfen im gleichen Zeitraum um 10% erhöhen, während deutsche
Fluggesellschaften ihre Angebote in dieser Zeit um 4,8% senken
mussten. Wir verlieren langfristig Wertschöpfung, Arbeitsplätze und
unsere strategische Anbindung an die Weltmärkte.“

Die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa, Air Berlin, der
Flughäfen Frankfurt und München sowie der Deutschen Flugsicherung
und der Präsident des BDL danken dem (neuen) Bundesminister für
Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt für die
Übernahme der Schirmherrschaft der Initiative Luftverkehr für
Deutschland (ILfD). Ziel der gemeinsamen Plattform von
Luftverkehrsbranche und Politik ist es, den Luftverkehrsstandort
Deutschland im globalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken. An den
diesjährigen Gesprächen der Spitzen der Luftfahrtbranche nahmen neben
Bundesverkehrsminister Dobrindt, der Koordinatorin der
Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt und
Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsminister
Zypries, auch folgende Ländervertreter teil: Minister Groschek
(Verkehr NRW), Minister Jörg Vogelsänger (Infrastruktur Brandenburg),
Staatssekretär Eck (Innen und Verkehr Bayern), Staatssekretär Samson
(Wirtschaft und Verkehr Hessen), Staatssekretär Gaebler
(Stadtentwicklung und Umwelt Berlin).

Pressekontakt:
Initiative Luftverkehr für Deutschland
Projektbüro beim BDL
Französische Straße 48
10117 Berlin

Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christine Kolmar
E-Mail: christine.kolmar@bdl.aero
Tel. : +49 30 520 077 -115

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