„Die Datenbank vergisst nicht“ – Talent-Pools: Zweite Chance oder Stolperfalle für Bewerber? / Personalberatung TreuenFels fragt: Sind Bewerber heute noch Herren ihrer Daten?

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Mit Talent-Pools kann Bewerben so einfach sein:
Aufschreiben, wer man ist und was man kann, Lebenslauf auf der
Onlineplattform hochladen und sich von Personalern mit freien
Top-Jobs finden lassen – Fertig! Und der Clou: Klappt es einmal nicht
auf Anhieb mit der gewünschten Position, verbleiben die
Bewerber-Daten im Fundus. Wenn das Unternehmen dann neue Stellen zu
besetzen hat, kann es in den vorliegen Profilen im Pool nach
geeigneten Mitarbeitern suchen und diese direkt ansprechen. Es spart
so Zeit und Kosten im Recruiting. Auch für viele abgelehnte Bewerber
klingt es durchaus vielversprechend, in den Talent-Pool des
Unternehmens aufgenommen und dann bei passender Gelegenheit wieder
mit berücksichtigt zu werden.

„Allerdings verlieren Bewerber heute zunehmend den Überblick, wann
sie sich wo für welche Stelle beworben haben“, beobachtet Doris
Mailänder, Geschäftsführerin der Hamburger Personalberatung
TreuenFels: „Oder sie geben ihre Einwilligung zur Datenspeicherung zu
früh, noch bevor sie überhaupt Kontakt zum Unternehmen hatten. Und
während Bewerbungsunterlagen früher nach Besetzung der Stelle
zurückgegeben oder vernichtet werden mussten, kursieren sie heute
deutlich länger im Unternehmen, ohne dass es den Kandidaten bewusst
ist.“ Solche Daten-Speicher sind kein Einzelfall: Ganze 91 Prozent
der Unternehmen nutzen bereits eigene Talent-Pools, so die aktuelle
Studie „Recruiting-Trends 2016“ des Karriereportals Monster.de.

Das Problem: „Die Datenbank vergisst nicht“, so Mailänder. „Im
Bewerbungsprozess geht es doch darum, sich selbst prägnant und vor
allem konsistent darzustellen.“ Wer im Anschreiben ein ganz anderes
Bild von sich vermittelt als später im persönlichen Gespräch, wirkt
wenig überzeugend. „Das gilt auch in der digitalen Welt: Liegen dem
Personaler dann womöglich verschiedene Varianten desselben
Lebenslaufs vor, kann dies ein K.o.-Kriterium sein.“ Die
Personalexpertin rät Bewerbern also dringend dazu, eine Übersicht
anzulegen und zu dokumentieren wann und wie sie sich beworben haben:
War es ein bloßer Eintrag oder ein ganzes Profil mit Foto, CV und
Zeugnissen? Besteht die Möglichkeit, Angaben selbst zu aktualisieren?
Und wer ist der Ansprechpartner, mit dem man im Gespräch bleiben
möchte? Sie warnt außerdem: „Auch, wenn eine Kurzbewerbung ruckzuck
mobil verschickt werden kann – Nehmen Sie sich die Zeit, genau zu
lesen: Wie lange werden die Daten gespeichert und wer hat alles
Zugriff darauf? So umgehen Sie mögliche Fallstricke und behalten die
Kontrolle über Ihre Daten.“

Pressekontakt:
Miriam Wolschon,
redRobin Strategic Public Relations, Virchowstraße 65b, 22767
Hamburg,
Tel. 040/692 123-27, E-Mail: wolschon@red-robin.de, Internet:
www.red-robin.de

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