Die (späte) Seligsprechung Oscar Romeros / Die Christliche Initiative Romero begrüßt die Anerkennung ihres Namensgebers seitens der Kirche – unter einer Bedingung

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Am kommenden Samstag, 23. Mai 2015, wird der
ermordete Erzbischof Oscar Arnulfo Romero in seiner Heimat El
Salvador selig gesprochen. Die entwicklungspolitische Organisation
Christliche Initiative Romero (CIR) trägt seinen Namen, weil sie
seinen Einsatz für Entrechtete und Unterdrückte fortsetzen will.
Romero war ein Mensch mit einem klaren Sinn für Gerechtigkeit und
erhob seine Stimme für die Stimmlosen – allen Widerständen und
Todesdrohungen zum Trotz. Seine Forderung „Stoppt die Unterdrückung“
ist heute so aktuell wie damals, nicht nur in seinem Heimatland.

„Wenn der liturgische Akt der Seligsprechung dazu führt, dass sich
mehr Gläubige weltweit verstärkt für die Einhaltung von
Menschenrechten engagieren, begrüßen wir von der Christlichen
Initiative Romero dies sehr“, sagt Anne Nibbenhagen,
Vorstandsvorsitzende der CIR. „Die potenzielle Vereinnahmung des
Bischofs seitens konservativer Kreise in Kirche und Politik mit der
Absicht, die Figur Romero zu verwässern, sehen wir jedoch sehr
kritisch.“

In El Salvador wird Romero, der vor 35 Jahren im Auftrag
rechtsgerichteter Kreise während einer Messe erschossen wurde,
ohnehin eher als prophetischer Mahner gegen eine skrupellose und
übermächtige Obrigkeit, denn in seiner Funktion als Erzbischof
geachtet.

Romeros Überzeugungen spiegeln sich auch wider in dem täglichen
und oftmals schwierigen Einsatz für Frauen- und Menschenrechte der
salvadorianischen Partnerorganisation der CIR, FUNDAHMER. Die CIR
unterstützt die von FUNDAHMER organisierten Feierlichkeiten am 23.
Mai für die einfachen Leute El Salvadors. Denn obwohl Romero zeit
seines Lebens ein Mann des Volkes war, und für dies auch sein Leben
gab, will die Kirchenhierarchie El Salvadors den Festakt unter
Ausschluss der Bevölkerung begehen.

Die Christliche Initiative Romero e.V. gründete sich 1981, kurz
nach dem Attentat auf Romero, und setzt sich seither im Sinne ihres
Namensgebers gegen Menschenrechtsverletzungen und
Ungerechtigkeitsverhältnisse ein – insbesondere in Mittelamerika.

Eine digitale Pressemappe inkl. Bildmaterial und der neuen
Publikation „RomeroZeitung 2015“ anlässlich der Seligsprechung finden
Sie unter: www.ci-romero.de/presse_seligsprechung_romeros/

Presse-Kontakt:
Anne Nibbenhagen
Christliche Initiative Romero
Breul 23, 48143 Münster
Tel: 02 51 – 8 95 03
E-Mail: nibbenhagen@ci-romero.de
www.ci-romero.de

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