Die Tricks der Profi-Schuldner

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Was ist ein Profi-Schuldner? Professionelle Schuldner sind Personen und Unternehmen, die systematisch Schulden anhäufen mit der klaren Absicht, diese nie mehr zurückzuzahlen.

Typische Muster professioneller Schuldner: Weil Profischuldner gezielt und mit Absicht handeln, bereiten sie sich vor und errichten ein Abwehrdispositiv, mit dem sie berechtigte Forderungen abwehren und ins Leere laufen lassen. Darum greifen die Methoden konventioneller Inkassobüros oder von Anwälten hier nicht (Briefe, Androhen und Beschreiten Rechtsweg). Das Rechtssystem mitteleuropäischer Staaten bietet – unter dem berechtigen Anliegen der Rechtsstaatlichkeit – zahlreiche Schlupflöcher, welche Profischuldner skrupellos ausnützen. Einige ihrer Tricks sind banal, andere raffiniert. Allen gemeinsam ist, dass sie es dem Gläubiger außerordentlich schwer machen, an sein Geld zu gelangen. Hier einige „Muster“:

– Vertrösten: Die Forderung und deren Fälligkeit werden nicht bestritten. Zahlungen werden angekündigt. Doch es kommt immer irgendetwas dazwischen: Einmal fehlt eine Unterschrift, dann soll die Bank noch ein Dokument verlangt haben. Oder es müssen zuerst Steuern entrichtet werden, damit ein Betrag frei wird usw. usf. Manchmal werden auch private Gründe vorgeschoben: Krankheit, ein Todesfall in der Familie, eine unerwartete Steuerforderung usw. Das meiste davon ist erfunden und gelogen. Aufwand und Pietät verhindern manchmal, dass die Gläubiger die Ausreden genauer prüfen. Wir haben Fälle erlebt, wie Profischuldner Gläubiger auf diese simple Weise über Jahre hingehalten haben.

– Nicht mehr reagieren: Ihre Telefonanrufe werden nicht angenommen. Mails bleiben unbeantwortet. Einschreiben kommen zurück.

– Abtauchen: Vielleicht war die Adresse von Anfang an falsch. Post an diese Adresse kommt zurück mit dem Vermerk „unbekannt“. Oder der Profischuldner hat mittlerweile sein Domizil gewechselt. Die Wegzugsadresse, die Sie möglicherweise beim Meldeamt erhalten, kann fiktiv sein und der Schuldner ist woanders hingezogen.

– Drohen und Gegenforderung stellen: Der Schuldner versucht, Ihnen die Schuld an einem geplatzten Deal oder an seiner finanziellen Misere zu geben. Er ist vielleicht so dreist und erhebt eine Gegenforderung. Damit hofft er, Sie zu verunsichern und zum Ablassen von weiteren Schritten zu bewegen.

– Rechtsvorschlag / Widerspruch gegen Mahnbescheid: Wenn Sie keinen Rechtstitel gegen den Schuldner haben, ist der Betreibungslauf vorerst gestoppt und Sie müssen klagen. Das ist mit Aufwand verbunden. Sie müssen einen Anwalt einschalten. Einige Gläubiger schrecken davor zurück und warten zu. Genau darauf hat der Profischuldner spekuliert.

– Firma in Insolvenz schlittern lassen: Wenn Sie das Geschäft mit einer Firma getätigt haben, kann der Schuldner die Firma in die Insolvenz „schicken“. Ein Konkurs wird mangels Masse abgewiesen und Sie gehen leer aus.

– Internationale Jurisdiktionen: Vielleicht sind Sie einen internationalen Vertrag eingegangen, welcher unter einer ausländischen Jurisdiktion (Gerichtsbarkeit) steht, nennen wir als Beispiel die USA oder die Türkei. Um den Rechtsweg zu beschreiten, müssten Sie in diesen Ländern klagen. Das ist teuer und aufwändig (Anwalt, Übersetzungskosten usw.). Einige Gläubiger schrecken davor zurück oder sind finanziell dazu nicht mehr in der Lage. Der Profisschuldner lacht sich ins Fäustchen.

Das ist erst eine kleine Auswahl. Kennen Sie solche oder ähnlich Muster von Ihrem Schuldner?

Vorbeugen ist immer besser. So sollten Sie nie Geschäfte mit Personen und Firmen tätigen, von denen Sie nicht Pässe, Wohnsitzbescheinigung, Handelsregisterauszug und dergleichen kennen und in Kopie besitzen. Bei Darlehen an Firmen sollten Sie den Eigentümer solidarisch mit in die Haftung nehmen. Besondere Vorsicht ist geboten bei ausländischen Vertragspartnern. Doch bei aller Vorsicht, gegen Profischuldner ist niemand gewappnet, vor allem auch, weil sie sich Vorfeld seriös geben und eine gute Bonität vortäuschen.

Inkasso bei Profischuldnern: Ausgeliefert sind Sie professionellen Schuldnern keinesfalls. Unser Inkassounternehmen ist auf das Geld eintrieben bei Profischuldnern spezialisiert (Direkt-Inkasso). Wir versuchen nicht, Briefe zu schreiben, wie es konventionelle Inkassobüros tun. Wir treten – nach einer gründlichen Recherchephase – persönlich, gezielt und „unvergesslich“ vor Ort auf. Oft verfehlt bereits das seine Wirkung nicht. In dem Moment haben wir auch bereits ein Szenario „im Gepäck“ wie wir vorgehen, wenn der Schuldner das Gespräch mit uns verweigert und nicht zahlt. Das sind vor allem Maßnahmen, welchen sein weiteres „Geschäft“ vermiesen. Auch strafrechtliche Schritte kommen dazu. Ausschlaggebend ist es, dort anzusetzen, wo sie es nicht erwarten (vor Ort, bei weiteren Gläubigern, die noch stillhalten, bei Familie, Arbeitgeber usw.) Welche Maßnahmen im Einzelnen angezeigt sind, ist eine individuelle und fallweise zu bestimmende Angelegenheit. Gerne würden wir Ihnen dies anhand Ihres Falls im persönlichen Gespräch aufzeigen.

Tatsache ist, dass wir mit diesem Ansatz das Geld meistens eintreiben. Im 2016 lag unsere Erfolgsquote bei 80%, und dies wohlgemerkt größtenteils in Fällen, in denen das Geld sonst ganz verloren gewesen wäre.

Das Rolf Schmidt Inkasso-Team ist unter den Inkassofirmen Schweiz eine der wenigen, die Direktinkasso betreiben. Inkasso Deutschland und Inkasso Österreich sind für uns ebenfalls gut bekannte Märkte. Wir bearbeiten Fälle ab CHF/EUR 20–000.- im deutschsprachigen Raum, Inkasso außerhalb des deutschsprachigen Raums ab CHF/EUR 100–000.–

Lassen Sie sich nicht weiter hinhalten. Schlagen Sie Ihrem Profi-Schuldner ein Schnippchen. Sie haben ein Recht auf Ihr Geld!

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