Digital Leadership – juhu, der Chef bleibt im Homeoffice / Stereotype und Generationenbilder im Kontext der Digitalisierung / Auf dem 7. Demografiekongress in der IHK Frankfurt (FOTO)

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Immer mehr Unternehmen prüfen in Umfragen, wie digitaltauglich
ihre Kultur aufgestellt ist. Mit dem Ergebnis, dass ausgereifte
Generationenstereotype die Unternehmen spalten: in die junge
Generation U30, die bereits Ü40 für weniger leistungsfähig, weniger
lernfähig, weniger veränderungsfähig und dafür häufiger krank
beschreibt und eine Ü40 die – wer hätte das gedacht – sich diesen
Schuh auch selbst anzieht. Hinzu kommt die Digitalisierung von allem
– Kommunikation, Projektarbeit, Administration – und die Erkenntnis:
In der neuen Arbeitswelt steht die Unternehmenskultur Kopf! War die
Macht früher bei den Älteren, weil sie die meisten Kompetenzen
besaßen, liegt ein Großteil der Kompetenzen heute auch bei den
Jüngeren. Die wissen um ihr Potenzial und nehmen die Generation Ü40
mitunter nicht mehr ernst.

Was heißt es für Unternehmen und Organisationen, wenn solche
Generationenbilder aufeinanderprallen? Und noch wichtiger: Wie kann
diese Kluft, die angesichts des demografischen Wandels immer größer
wird, geschlossen werden?

Auf dem 7. Demografiekongress trafen beide Generationen
aufeinander und diskutierten im Bistrotalk wie ein Kulturwandel
aussehen kann, damit es nicht zu einem Kulturkampf kommt. Sonja
Lambert von der AOK Hessen, die selbst eine solche Umfrage
durchführte, sieht in den Generationenbildern einen neuen Hebel für
die Personalarbeit: „Zukunftsweisende Personalstrategien müssen weit
über die Fragen der Personalplanung, des Wissenstransfers oder des
Gesundheitsmanagements hinausgehen. Es gibt vielfältige
Altersstereotype, die auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung wirken und
Personalmaßnahmen stark beeinflussen können. Um diese
–Kulturdimension– besser zu verstehen, brauchen wir ein neues
Verständnis von Arbeit und Alter.“

Mitdiskutant Markus Müller, HR-Manager beim Pharmaunternehmen
Lilly sowie Mitbegründer des Demographie-Netzwerkes ddn sprach sich
für einen differenzierten Blick auf Generationenbilder aus: „Agile
Unternehmen binden Mitarbeiter aller Generationen in wichtige
Entscheidungen ein. Bei Lilly entwickelt ein selbstorganisiertes Team
Lösungen, die Kollegen verschiedener Altersklassen zusammenbringen
und helfen Unterschiede effizient zu nutzen. Wir wollen mit den
ddn-Mitgliedsunternehmen in den Austausch treten und sie dabei
unterstützen, sich auf die spezifische Agilität in ihrer jeweiligen
Branche einzustellen,“ fasst Müller seinen Ansatz für eine
digitalisierungstaugliche Unternehmenskultur zusammen.

„Wenn sich Mitarbeiter darüber freuen, dass der Chef im Homeoffice
bleibt, kann etwas nicht stimmen“, meint Michael Kornhuber, Gründer
des Start-up delgate. „Die Arbeit in Hierarchien fördert die Angst
vor Entscheidungen – und damit auch die Angst vor Verantwortung.
Kommt dann noch die Digitalisierung mit ihren vielen Unbekannten
hinzu, fühlen sich Mitarbeiter überfordert. Dabei soll Technik die
Prozesse doch vereinfachen!“ Mit seiner internen Kollaborations- und
Crowdsourcing Plattform, die Kornhuber auf dem Kongress vorstellte,
will er die Belegschaft mitnehmen und Freiräume schaffen. „Wir
unterstützen Firmen darin entscheidungsrelevante Informationen
zielgerichtet zu steuern und Hierarchien abzubauen. So werden sie
transparenter, flexibler und wettbewerbsfähiger.“

Über das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain

Das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain besteht zurzeit aus 13
Partnern. Die Initiatoren sind: die IHK Frankfurt am Main, die Stadt
Eschborn, die Stadt Frankfurt am Main, der Regionalverband
FrankfurtRheinMain, das Europabüro der Metropolregion
FrankfurtRheinMain, die ING-DiBa, das Demographie Netzwerk (ddn), die
Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, das IHK-Forum Rhein-Main, die
Kreisstadt Dietzenbach, die Regionaldirektion Hessen der
Bundesagentur für Arbeit, der Verein zur Förderung der
Standortentwicklung e.V. und die Frankfurt University of Applied
Sciences. Die Initiatoren bündeln viele ihrer Aktivitäten zur
Fachkräftesicherung in dem Netzwerk. Wichtigste Instrumente sind der
Kongress, Fachveranstaltungen, Arbeitskreise, Broschüren und die
Website: www.demografienetzwerk-frm.de

Kontakt:
Mandelkern Marketing & Kommunikation GmbH
Joanna Cimring
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069.7167 580-24
Fax: 069.7167 580-22
j.cimring@mandelkern.de

Original-Content von: Demographiekongress.de, übermittelt durch news aktuell

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