DJV-Chef Michael Konken warnt Arbeitsministerin Andrea Nahles: „Gleiches Recht für alle Gewerkschaften“

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Ärger für Arbeitsministerin Andrea Nahles! Während
andere Gewerkschaften schweigen, bezieht Michael Konken,
Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands, exklusiv im
Branchendienst Newsroom.de mit klaren Worten Stellung gegen das von
der SPD-Politikerin geplante Gesetz zur Tarifeinheit.

Für Michael Konken steht fest: „Die Berufsgewerkschaften, gegen
die sich der Referentenentwurf der Ministerin richtet, sind allesamt
keine Newcomer: Ob Gewerkschaft der Lokomotivführer, Marburger Bund
oder Deutscher Journalisten-Verband – die Berufsgewerkschaften
vertreten schon seit vielen Jahrzehnten die Interessen ihrer
Mitglieder an den Verhandlungstischen.“

Wenn am kommenden Montag der Verbandstag des DJV in Weimar
beginnt, werden die Pläne von Andrea Nahles für reichlich
Diskussionen unter den Gewerkschaftern aus ganz Deutschland sorgen.
280 Delegierte aus 17 DJV-Landesverbänden kommen nach Thüringen, um
50 Anträge zu journalistischen und medienpolitischen Fragen zu
beraten.

Michael Konken warnt in seinem Kommentar für den Branchendienst
newsroom.de: „Zu den Grundrechten von Arbeitnehmern gehört es, sich
frei für eine Gewerkschaft entscheiden zu können. Das setzt voraus,
dass die gewerkschaftlichen Berufsorganisationen die gleichen Rechte
wie andere Gewerkschaften haben und nicht von vornherein darauf
beschränkt werden, andere Tarifverträge „nachzuzeichnen“. Die
Alternative sähe so aus, dass die Cockpit-Mitglieder über Scherwinde,
die Ärzte des Marburger-Bundes über die neueste Therapie und die
Journalisten des DJV über Hurenkinder und Schusterjungen fachsimpeln
dürften, während die DGB-Pendants Tarifverträge verhandelten.“

Dem massiven Druck, den die Arbeitgeber ausüben, damit
beispielsweise Arbeitskämpfe wie Bahn- und Pilotenstreiks nicht mehr
stattfinden, dürfe sich die Bundesregierung nicht beugen.

Michael Konken, der seit 2003 den Deutschen Journalisten-Verband
führt, macht in seinem Gastkommentar deutlich: „Bis zum 3. Dezember
hat das Bundeskabinett Zeit, sich mit der Karlsruher Spruchpraxis
vertraut zu machen. Im eigenen Interesse sollte sie diese Zeit
nutzen. Denn wenn Gewerkschaften die Chance genommen wird, unter den
Arbeitnehmern Mitglieder zu gewinnen und sich für eine Verbesserung
ihrer Arbeitsbedingungen wirksam einzusetzen, dürfte das Projekt in
Karlsruhe scheitern.“

Lesen Sie den Kommentar von DJV-Chef Michael Konken exklusiv auf
Newsroom.de, dem Branchendienst für Journalisten und Medienmacher:
http://nsrm.de/-/267

Pressekontakt:
Bülend Ürük
Chefredakteur
Twitter: www.twitter.com/buelend
chefredaktion@newsroom.de
www.newsroom.de

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