Drei Unternehmen erstmalig mit dem Otto Heinemann Preis ausgezeichnet / Feierliche Preisvergabe durch Mittelstandsbeauftrage des BMWI Staatssekretärin Iris Gleicke auf der Berliner Pflegekonferenz

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Wie können wir neben Beruf und Familie künftig auch
noch die Pflege von Angehörigen meistern? Was können Unternehmen tun,
um ihren Mitarbeitern nicht nur kinder-, sondern auch
pflegefreundliche Arbeitsbedingungen zu bieten? Gestern Abend wurden
im Rahmen der 2. Berliner Pflegekonferenz Unternehmen ausgezeichnet,
die herausragende Beispiele für eine pflegefreundliche Arbeitswelt
liefern.

„Mit dem Otto Heinemann Preis wollen wir nicht nur Anregungen von
großen Unternehmen aufgreifen, sondern uns liegt besonders am Herzen,
kleine und mittelständische Betriebe in ihrem Bemühen um eine bessere
Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu unterstützen“, sagte Yves
Rawiel, Geschäftsführer von spectrumK anlässlich der Preisverleihung
im Berliner Westhafen Event und Convention Center (WECC).

Der Preis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben – in
Kooperation mit den Spitzenverbänden der Betriebskrankenkassen und
Innungskrankenkassen. In seinem Prolog zur Preisverleihung lobte denn
auch der Vorstand des BKK-Dachverbandes Franz Knieps den
Ideenreichtum und die unternehmerische Weitsicht der Preisträger:
„Viele Unternehmen wissen heutzutage, dass seelische und körperliche
Ausgeglichenheit der Mitarbeiter nicht nur essentiell für effiziente
Arbeitsergebnisse sind, sondern dass eine Gesundheitsförderung und
die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch dazu dienen können, um
Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an sich zu binden.“

Ein Beispiel hierfür liefert das Softwareunternehmen SAP: „Unsere
Mitarbeiter haben ein umfangreiches Bukett zur Auswahl, um eine gute
Lebensbalance und persönliche Leistungsfähigkeit zur erhalten – egal,
in welcher Lebensphase sie sich gerade befinden“, heißt es dort zum
Beispiel. Quartalsweise Info-Sessions, Seminare und
Kompetenztrainings zum Thema ElderCare, Führungskräfte-Trainings,
Beratungsangebote sowie kollegiale Stammtische zählten hier ebenso zu
den Maßnahmen wie Vertrauensarbeitszeit, mobiles Arbeiten,
Arbeitszeitkonten und die vielfältigen Teilzeitmodelle. SAP wurde für
dieses umfassende Angebot in der Kategorie über 251 Mitarbeiter mit
dem Otto Heinemann Preis ausgezeichnet.

Den Preis in der Kategorie bis 51 bis 250 Mitarbeiter gewann die
Firma ExTox Gasmess-Systeme GmbH. Das Unternehmen aus Unna setzt
schon seit 2004 auf flexible Arbeitszeitmodelle,
Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice – vor allem aber auf
individuelle Regelungen: „Wir haben unsere Firma gegründet, damit sie
für uns da ist; für uns, für unsere Familien, für unsere Kinder und
für unsere Eltern“, sagte Geschäftsführer Ludger Osterkamp bei der
Preisverleihung. In seinem Unternehmen sei niemand ersetzbar – und es
zähle der Mensch und nicht die Personalnummer. Darüber hinaus könne
ein Unternehmen nur sein, wozu seine Mitarbeiter es machen: „Wenn wir
also andere überholen wollen, dann dürfen wir nicht in ihre
Fußstapfen treten, sondern wir müssen bereit sein, neue Wege zu
gehen“, so der Geschäftsführer. Bei ExTox sei man deshalb „den Weg
vom Elternsprechtag über den Leihrollstuhl zum Pflegebegleiter
gegangen“. Osterkamp: „Bei uns ist das Ziel, das Thema
Pflegebedürftigkeit aus der Tabuzone zu holen, Chefsache!“

Die dritte Auszeichnung im Rahmen der Vergabe des Otto Heinemann
Preises ging an die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg (Kategorie bis
50 Mitarbeiter). Die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg beschäftigt
rund 30 Menschen in den unterschiedlichsten Familienphasen. „Sowohl
zur Mitarbeiterbindung als auch -gewinnung ist es uns daher wichtig,
konkrete Vorschläge für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
machen zu können“, heißt es dort. Als regionale Interessenvertretung
der Handwerksunternehmen verstehe man sich darüber hinaus auch als
Multiplikator für diese Themen und wolle daher als gutes Beispiel
vorangehen. Große Erfolge hat die Kreishandwerkerschaft durch die
Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle, die sie gemeinsam mit dem
Personalrat entwickelt hat, erzielt. „Jenseits der gesetzlichen und
formalen Regelungen stehen für uns dabei individuelle Absprachen mit
den betroffenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Mittelpunkt
unserer erfolgreichen Strategie. Gerade als KMU haben und nutzen wir
diese Möglichkeiten, flexibel und schnell auf die unterschiedlichen
Anforderungen reagieren zu können“, so die Verantwortlichen.

Der Otto Heinemann Preis wurde von Iris Gleicke, Staatssekretärin
im Bundeswirtschaftsministerium und Beauftragte für den Mittelstand,
im Beisein von rund 400 geladenen Gästen verliehen. Namensgeber für
den Preis ist der ehemalige Prokurist der Firma Krupp in Essen, der
nicht nur ein engagierter Kommunalpolitiker und Vater des dritten
Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Gustav Heinemann, war.
Otto Heinemann hat sich in ganz besonderer Weise um das
Betriebskrankenkassenwesen verdient gemacht.

Organisation:

spectrumK der Gesundheitsdienstleister für gesetzliche
Krankenkassen bietet eine breite Produktpalette mit den
Kernkompetenzen in den Bereichen Versorgung und Verträge sowie
Beschaffung und Pflege. Wir unterstützen umfassend bei der Erstellung
von Datenanalysen bis hin zu speziellen IT-Lösungen sowie der Hilfs-
und Arzneimittelbeschaffung.

Ansprechpartnerin:
Juliane Maneke,
Unternehmenskommunikation,
E-Mail: juliane.maneke@spectrumK.de,
Tel.: 030-21 23 36 154

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