DRV-Präsident Manfred Nüssel verabschiedet: Bundeskanzlerin unterstreicht die Erfolgsstory der Genossenschaften (FOTO)

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„Die genossenschaftliche Idee überzeugt nicht nur hierzulande,
sondern auch weltweit“, betonte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei
der Verabschiedung von Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen
Raiffeisenverbandes. Sie verwies dabei auf die rund 800 Millionen
Genossenschaftsmitglieder in über 100 Ländern. Die
Genossenschaftsidee, so die Bundeskanzlerin, überzeugte auch die
UNESCO, die sie Ende vergangenen Jahres in die Liste des
Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufnahm. An diesem Erfolg
hätten auch die Genossenschaften des Deutschen Raiffeisenverbands
großen Anteil. Sie setzen auf vertrauensvolle Zusammenarbeit und
Offenheit für Neues. „Lieber Herr Nüssel, das liegt nicht zuletzt
daran, dass Sie sich in der Agrarwirtschaft dafür stark gemacht
haben, über nationale Grenzen hinaus zu denken. Mit Ihnen haben die
Raiffeisen-Genossenschaften den Export verstärkt ins Blickfeld
genommen. Das ging mit einem Konzentrationsprozess und Strukturwandel
einher, der gewiss nicht einfach war. Aber so konnten die
genossenschaftlichen Unternehmen den Anforderungen des Weltmarkts
gerecht werden“, so die Bundeskanzlerin vor 250 Repräsentanten aus
Politik, Wirtschaft und der Genossenschafts-Organisation.

„Auf globaler Ebene müssen wir uns fragen, wie auch die weiter
rasant wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann. Der Schlüssel
liegt in offenen Märkten, im Abbau von Handelshemmnissen und in der
Forschung bzw. innovativen Technik. Für uns Europäer bietet der
Binnenmarkt hervorragende Bedingungen für eine nachhaltige
wirtschaftliche Entwicklung. Im Konzert der globalen Marktkräfte
müssen wir zusammenspielen – nicht nur um in der Welt hörbar, sondern
auch möglichst besser als andere zu sein“, betonte die
Bundeskanzlerin.

„Gemeinsam mehr erreichen“ – das ist ein Motto, das genauso gut
über der globalen Agenda stehen könnte. Wie ein solches Motto mit
Leben erfüllt werden kann, das zeigen die vielen Genossenschaften vom
Einkauf über Vermarktung bis hin zu den genossenschaftlichen Banken.
Dabei kommt es aber – im Kleinen wie im Großen – immer wieder auch
auf hartnäckige Überzeugungsarbeit an. Lieber Herr Nüssel, Sie haben
sich in Ihrer Amtszeit für große Richtungsentscheidungen eingesetzt.
Sie sind dabei natürlich auch auf Widerstände gestoßen. Aber diese
konnten gar nicht so hoch sein, dass sie Ihnen den Blick auf die
Interessen und das Wohlergehen der Mitglieder verstellt hätten.
Schließlich hat Ihre Arbeit viel Anerkennung gefunden. Und es kommt
nicht von ungefähr, dass die genossenschaftlichen Unternehmen und der
Raiffeisenverband das sind, was sie sind: Ernstzunehmende Größen auf
den nationalen und internationalen Agrarmärkten sowie gefragte
Gesprächspartner für die Politik auf allen Ebenen“, unterstrich Frau
Dr. Merkel.

Präsident Nüssel dankte der Bundeskanzlerin für die Wertschätzung
und anerkennenden Worte. „Wir erinnern uns gerne an Ihren Vortrag
anlässlich des Raiffeisentages 2003, damals noch als CDU-Vorsitzende
und Oppositionsführerin. Ein Kernsatz bleibt besonders in Erinnerung:
„Deutschland braucht Innovationen, Investitionen in die Zukunft, aber
keinen Zick-Zack-Kurs, wie ihn die rot-grüne Bundesregierung in der
Agrar-, Verbraucher- und Wirtschaftspolitik fährt“. Als
Bundeskanzlerin haben Sie dann für die notwendige Klarheit und
Verlässlichkeit gesorgt. Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft
hat sich während Ihrer Kanzlerschaft erfolgreich weiterentwickelt und
vor allem wettbewerbsfähig aufstellen können. Gleichwohl stehen wir
heute, wie Sie bereits ausführten, vor großen globalen
Herausforderungen. Unsere genossenschaftlichen Unternehmen sind
bereit, einen Beitrag zu leisten, um den Hunger in der Welt zu
besiegen. Ernährungssicherung und Klimaschutz setzen aber eine
innovative Wirtschaft, verbunden mit Rahmenbedingungen für eine
nachhaltige Investitionsbereitschaft voraus. Innovationen und
technischer Fortschritt müssen daher ideologiefrei genutzt werden.
Diese globalen Herausforderungen sind nur mit offenen Märkten und
freiem Handel zu bewältigen. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist
also nicht Teil des Problems, sondern wichtiger Teil der Lösung
globaler Überlebensfragen. Und ein wichtiger Teil dieser Branche sind
die Genossenschaften“, betonte der Raiffeisen-Präsident, dessen fast
18-jährige Amtszeit am 30. Juni 2017 endet.

Über den DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich
orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und
Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette
Lebensmittel erzielen die 2.186 DRV-Mitgliedsunternehmen im Handel
und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen
mit rund 82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 60,1 Mrd. Euro.
Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit
Eigentümer der Genossenschaften.

Pressekontakt:
Monika Windbergs
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 30 856214-470
E-Mail: presse@drv.raiffeisen.de

Original-Content von: Deutscher Raiffeisenverband, übermittelt durch news aktuell

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