Ein anspruchsvolles Angebot für künftige Führungskräfte an den Schulen (FOTO)

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Der berufsbegleitende Masterstudiengang Bildungsmanagement
bereitet Lehrer auf Verantwortung im Wandel vor: Denn die Schulen
müssen sich verändern.

Pascal Wolf möchte künftig als Schulleiter Verantwortung
übernehmen. Darum studiert er seit Herbst 2015 im Masterstudiengang
Bildungsmanagement an der UNIKIMS, der Management School der
Universität Kassel. „Der Masterstudiengang ist anspruchsvoll, und er
soll mir helfen, mich für eine Führungsposition zu qualifizieren“,
sagt der Lehrer für Deutsch und Geschichte. Der Studiengang fußt auf
dem Studienprogramm Bildungsmanagement, das sich seit 2009 bewährt
hat. Nach drei berufsbegleitenden Semestern schließt er mit einem
universitären Masterabschluss ab.

Am 25. Mai 2016 sind alle Studieninteressierten zur
Informationsveranstaltung zum Master Bildungsmanagement eingeladen.
Bitte melden Sie sich online unter www.unikims.de/bm an.

Pascal Wolf will sich für die schnellen Veränderungen einerseits
an den Schulen sowie andererseits im Verhältnis von Schule und
Außenwelt qualifizieren. Er verlangt nach Kenntnissen in
Betriebswirtschaft und will sich für den richtigen Umgang mit dem
Schulbudget auf wissenschaftliche Weise qualifizieren. Pascal Wolf
will erfahren, wie sich Schule besser mit der Kommune und der
Gesellschaft vernetzen kann, wie er mit Menschen umgehen und sie
zugleich führen kann. Denn Schule, ist sich Pascal Wolf sicher, müsse
auf flachere Hierarchien bauen, müsse das Kollegium einbinden, offen
sein und auf Partizipation setzen.

Lust auf Betriebskostenrechnung, Ressourcenumgang und den
Finanzierungsplan

Auch Dr. Monika Rack, Gymnasiallehrerin für Religion, Englisch und
Mathematik und Mitglied des Schulleitungsteams, interessiert im
Masterstudium Bildungsmanagement an der UNIKIMS vor allem die
wirtschaftliche Seite des Bildungswesens. Sie habe Lust auf
Betriebskostenrechnung, Ressourcenumgang und den Finanzierungsplan.
Gemessen an der finanziellen Verantwortung, die Führungskräfte in der
Wirtschaft übernehmen, seien die 6.000 Euro Budget, das eine Lehrerin
in einer Führungsposition an einer großen Schule für
Arbeitsgemeinschaften außerhalb des Unterrichts zur Verfügung hat,
allerdings eine bescheidene Summe. Spannend findet die Lehrerin aus
Hessen auch die Debatte der Frage, welche Steuerungssysteme aus der
Wirtschaft auf die öffentliche Verwaltung zu übertragen sind, und den
Austausch mit Studienkollegen aus anderen Ländern, aus Hamburg,
Bayern und Baden-Württemberg, da öffentliche Bildung sehr vielfältig
organisiert sei. Ebenso neu sei für sie das Wissen, das über die
Finanzierung des schweizerischen Schulwesens vermittelt werde.

„Lehrer, nicht Betriebswirte oder Verwaltungsbeamte müssen Schule
managen“

Den Veränderungsdruck, der auf die Schulen wirkt, beschreibt Prof.
Dr. Brigitte Halbfas als wissenschaftliche Leiterin des Studiengangs.
Die Erwartungen an die Schule änderten sich. Darum müsse sich auch
die Schule ändern: „Sie muss sich gegenüber Eltern als die richtige
Schule für das einzelne Kind profilieren. Sie muss Vertrauen erwerben
und es rechtfertigen. Sie muss eigenständig handeln, um
Eigenständigkeit beweisen zu können.“ Brigitte Halbfas sieht die
Schulen durchaus in der Lage, sich diesen Herausforderungen zu
stellen, indem sich ganz bewusst Lehrer, die ihren Beruf aus Berufung
ausüben und ihn als Profession verstehen, zu Bildungsmanagern
qualifizieren: „Es ist essenziell, dass Lehrer, deren wichtigstes
Ziel es ist, Schüler auf dem Weg ins Leben voranzubringen, die Schule
managen, und nicht Verwaltungsfachleute oder Betriebswirte dies tun.
Denn die einen schauen zuerst auf die Regeln und die anderen auf die
Kosten. Doch uns allen geht es doch um die nachwachsende Generation,
die etwas lernen will und soll. In dem Masterstudiengang befähigen
wir Lehrkräfte – also die, deren Profession der Umgang mit jungen
Menschen ist -, die Schule zeitgemäß zu managen.“ Zum Management
seien die Lehrerinnen und Lehrer heute häufig nicht gut genug
ausgebildet. Aber Lehrkräfte, die führen und gestalten wollten,
könnten es lernen.

In Modulen zum Masterabschluss

Im Studium werden vier Module angeboten mit jeweils einem
Präsenzseminar an einem Samstag, ergänzt um Online-Seminare.

1. Modul: Schule führen

In diesem Modul lernen die Studierenden zum Beispiel, ein
Kollegium zu führen. Sie befassen sich auch mit Themen wie
Schulmarketing und der Frage, wie Bildungsmanagement in anderen
Ländern verstanden wird.

2. Modul: Bildungsgovernance

„Wie kann man Schule steuern?“, lautet die Leitfrage dieses
Moduls. „Eigentlich gar nicht“, lautet die Antwort der
Wissenschaftlerin Halbfas, „zumindest nicht wie eine hierarchische
Organisation“, denn die Lehrer stehen und vermitteln zwischen den
Erwartungen der Kultuspolitik und der Verwaltung einerseits sowie
ihrer professionellen Überzeugung und der Parteinahme für die Schüler
andererseits. Die Studierenden sollen Wege aus diesem Widerspruch
finden, werden aber z. B. auch mit den Fragen konfrontiert, ob und
inwieweit die Kommune über Schule mitbestimmen sollte oder darf, wie
Bildungseinrichtungen Netzwerke knüpfen und wie Bildungseinrichtungen
lebensbegleitendes Lernen unterstützen können.

3. Modul: Qualität sichern

Die Erwartungen der Eltern, der Unternehmen und der Gesellschaft
an Schule sind groß. Zudem kostet Schule das Geld anderer Leute.
Darum muss sich Schule für das in sie gesetzte Vertrauen
rechtfertigen. Sie liefert Qualität und sichert diese. Darum muss sie
ihre Leistung ermitteln, dokumentieren und nach außen vermitteln. Das
ist die Voraussetzung für Anerkennung. Das Modul vermittelt
Grundlagen des Qualitätsmanagements, aber auch konkrete Instrumente
und Hilfen.

4. Modul: Bildungsberatung

Der Lehrer ist der Coach des Schülers. „Aber wie coache ich
richtig?“ Die Studierenden sollen zu Lernberatern der Schüler werden,
sollen in der Phase der Berufsorientierung guten Rat geben können. In
diesem Modul geht es aber auch um allgemeinere Fragen der
Konfliktbewältigung, um den Umgang mit Gewalt an Schulen sowie um
kollegiale Supervision im Team.

Schule ist komplex und erfordert eine komplexe Vorbereitung auf
Führung

Aus Sicht des potenziellen Führungsnachwuchses an den Schulen ist
das Angebot der UNIKIMS offenbar bitter nötig. Denn vom aktuellen
Schulalltag und den bisherigen Qualifikationsangeboten macht sich
Pascal Wolf ein nüchternes Bild: „Ich bin erschrocken ob der üblichen
oberflächlichen Angebote zur Qualifikation für Schulleiterstellen.
Die Module, mit denen das Schulamt und das landeseigene Institut für
Qualitätssicherung den Führungsnachwuchs qualifizieren möchten, seien
nur auf 2,5 Tage angelegt. Darauf muss man sich doch viel besser
vorbereiten“, sagt Pascal Wolf, „denn Schule ist sehr viel
komplexer“.

Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium sprechen für UNIKIMS

Für Pascal Wolf war die Möglichkeit, Hausarbeiten zu schreiben,
ein Grund für die Bewerbung in Kassel gewesen, da er berufsbegleitend
studiere. Die Vereinbarkeit von einer Vollzeitstelle im Beruf und
Studium sei ohnehin ein herausragendes Merkmal des Angebots an der
UNIKIMS: „Das ist eine von wenigen Hochschulen, die das anbieten.“
Das wissenschaftliche Arbeiten bereitet Pascal Wolf nach ein paar
Jahren im Beruf wieder Freude. Das Studium sei zwar anspruchsvoll,
„aber ich kann es mir einteilen“. Um noch genug Zeit für die Familie
mit den kleinen Kindern zu haben, muss der junge Vater seine Zeit
„diszipliniert strukturieren“. Ob das Masterstudium ihn am Ende dem
Ziel einer Führungsaufgabe an der Schule näher bringen werde, sagt
Pascal Wolf, „weiß ich nicht, denn ich weiß nicht, ob die Schulämter
den Studiengang überhaupt kennen und schätzen“.

Dr. Monika Rack ist mit dem Studium an der UNIKIMS „super
zufrieden“

Mit dem Studium an der UNIKIMS ist Dr. Monika Rack „super
zufrieden“. Der Praxisbezug sei „hervorragend“. Das Wissen aus dem
Studiengang und die Erfahrungen aus dem Schulalltag begannen
sogleich, sich „zu vernetzen“. Es komme stets darauf an, dem anderen
noch Handlungs- und Gestaltungsspielräume für die je eigenen
Entscheidungen zu lassen – auch als ein wirksames Mittel der
Burnout-Prävention. Darüber hinaus sei Kommunikation das A und O
guter Führung.

Bildungsmanagerin aus der Wirtschaft: „Neue Ideen für die tägliche
Arbeit“

Lob für den Masterstudiengang kommt auch aus der Wirtschaft. „Der
Masterstudiengang Bildungsmanagement passt gut zu meiner Tätigkeit in
der Volkswagen-Akademie“, sagt Silke Rohe-Pfeffer, Bildungsmanagerin
aus dem Volkswagen-Konzern. Sie ist derzeit in der betrieblichen
Fort- und Weiterbildung für das Einzel- und Gruppentraining in
Fremdsprachen an der Akademie im Werk Kassel zuständig und sagt: „In
einer sich rasant verändernden Umwelt ist es mir wichtig, auch meine
fachliche Kompetenz weiterzuentwickeln und handlungsfähig zu bleiben.
Durch das Studium erhalte ich im Austausch mit Dozenten sowie
Kommilitonen entsprechende Anregungen und neue Ideen, die ich in
meine tägliche Arbeit mitnehme.“ Aus dem Kommunikationsmodul im
Studiengang habe sie schon „eine Menge mitnehmen können“ etwa zur
Vorbereitung von Gesprächssituationen, sagt Silke Rohde-Pfeffer und
schätzt die Leistung der Hochschule: „Die UNIKIMS macht das ganz
toll.“ Alles sei gut organisiert, und sie sei gut betreut.

„Aus meinem Beruf weiß ich, wie kostbar und teuer Bildung ist“

Den Preis für das Studienangebot hält die Bildungsmanagerin für
„wirklich fair“, denn „ich weiß aus meiner Tätigkeit bei Volkswagen,
wie kostbar und wie teuer gute Bildung ist. Und ich habe in meinem
betrieblichen Bildungsmanagement immer das Controlling hinter mir
stehen, und das ist richtig so, denn wir können den Euro nur einmal
ausgeben, und es ist gut, wenn jemand draufschaut.“

Nächster Studienbeginn im Oktober 2016

Der nächste Masterstudiengang beginnt im Oktober 2016. Aufgrund
der großen Nachfrage ist eine frühzeitige Anmeldung empfehlenswert.
Informationen zu dem Studiengang und zur Anmeldung finden Sie unter
www.unikims.de/bm.

Ihre Ansprechpartnerinnenzum Fachthema:

Prof. Dr. Brigitte Halbfas
Akademische Leitung
Professorin für Entrepreneurship Education
Institut für Berufsbildung
FB 07 Wirtschaftswissenschaften
Universität Kassel
+49 561-804-3174
halbfas@uni-kassel.de

Heidi Trapp
Studiengangsmanagement
+49 561-804-2806
trapp@uni-kassel.de

www.unikims.de/bm

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