Elektromobilität muss sich am Markt behaupten

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Aus Anlass der Internationalen Konferenz
Elektromobilität der Bundesregierung in Berlin erklärt der Präsident
des Wirtschaftsrates der CDU, Prof. Dr. Kurt J. Lauk:

Elektromobilität muss sich am Markt behaupten!

Der Wirtschaftsrat fordert, die staatliche Förderung der
Elektromobilität ausschließlich auf forschende Zwecke, wie etwa die
Weiterentwicklung von Speichertechnologien, zu beschränken. Lauk:
„Deshalb ist die Förderung von Forschung und Entwicklung das Gebot
der Stunde. Forderungen, wie sie jetzt aus der Automobilwirtschaft
heraus nach separaten Fahrspuren für E-Fahrzeuge oder staatlich
geförderter Ladeinfrastruktur erhoben wurden, sollten deshalb
zurückgewiesen werden. Finanzielle Förderungen bei der
Markteinführung lehnen wir ab, das finanzielle Desaster beim EEG
sollte uns Warnung genug sein.

Seit Jahren reden Bundesregierung und Automobilindustrie davon,
bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße
bringen zu wollen. Blickt man auf die realen Zulassungszahlen, wird
deutlich, wie sehr hier Wunsch und Wirklichkeit auseinander klaffen.
Nicht einmal 5.000 E-Autos sind bislang in Deutschland zugelassen.
Selbst China mit seiner massiven Förderung der Elektromobilität hat
es bisher nur geschafft, ca. 28 000 Elektrofahrzeuge in den Markt zu
bringen. Deshalb fordert der Wirtschaftsrat, die von der
Bundesregierung gesetzte Zielmarke bis zum Jahr 2025 zu verschieben.
Eine solche Fristverlängerung ist notwendig, denn erst dann ist die
Energiewende auch praktisch vollzogen und die Grundidee der
Elektromobilität umsetzbar, nahezu CO2-freie Mobilität zu
ermöglichen. Die heutige Co2-Belastung des gegenwärtigen Strommixes,
der zu einem nicht unerheblichen Teil aus Kohlestrom besteht, ist
umweltpolitisch kontraproduktiv.

Der Schlüssel zum Erfolg der Elektromobilität liegt nicht in
separaten Fahrspuren oder staatlich begünstigten Ladestationen. Der
Schlüssel liegt in bezahlbaren Fahrzeugen mit ausreichenden
Reichweiten. Die deutschen Hersteller sind aufgerufen, die
Etablierung der Elektromobilität am Markt durch bessere und
kostengünstigere Angebote zu erreichen.

Die deutsche Industrie hat in der Geschichte des Automobils
Maßstäbe gesetzt. Auf diese Leistung gilt es sich zu berufen. Erst
wenn es gelingt, mit bezahlbaren und wirtschaftlich erfolgreichen
Produkten auf dem Markt zu bestehen, dann ist das Elektrofahrzeug de
facto als vollwertiges Erstauto und nicht als Zweit- oder Drittwagen
einsetzbar. Andernfalls bleiben Elektromotoren etwas für Rasenmäher
und Ventilatoren.“

Pressekontakt:
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Dr. Thomas Raabe
Pressesprecher
Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305
pressestelle@wirtschaftsrat.de

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