Engagement und verbindliche Spielregeln – wie Ortskerne eine Wiederbelebung erfahren

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Berlin, 18.05.2015. Mal eben in den kleinen Laden an der Ecke oder zum Schaufensterbummel in die Innenstadt – für viele Bürger ist dies heute kaum noch umsetzbar. Nicht selten muss bis zum nächsten Geschäft eine Distanz von zehn Kilometern und mehr zurückgelegt werden. Eine Nahversorgung gibt es immer weniger. Beschleunigt wird diese Entwicklung durch den wachsenden Online-Handel. Für 2015 sagen Experten einen Gesamtumsatz des Online-Handels von 43 Milliarden Euro voraus – Mode, Elektroartikel und Bücher machen etwa 30 Prozent der bestellten Waren aus. Einkünfte, die den Kommunen fehlen.

Erste Ansätze zeigen jedoch, dass es auch anders geht. „Der stationäre Einzelhandel muss das Internet offensiv nutzen“, erklärt Norbert Portz vom Deutschen Städte- und Gemeindebund in der aktuellen Ausgabe von KOMMUNAL. „Der Erlebniseinkauf vor Ort muss mit dem Interneteinkauf verknüpft werden. Denn die meisten Kunden praktizieren ein ´Multi-Channel-Handeln´: Sie kaufen sowohl lokal als auch über das Internet“, so Portz weiter. Wie die Lokalstrategie auch online funktioniert, zeigt zum Beispiel der Dienst „Atalanda“, der zunächst in Wuppertal startete. Kunden können auf der Plattform online bei lokalen Einzelhändlern bestellen, die Ware erhalten sie noch am gleichen Tag. Vor Ort ist es die Aufgabe der Händler den Einkauf stärker zu emotionalisieren und Erlebnisse zu schaffen.

Aber nicht nur der Handel ist gefragt, auch die Kommunen sind gefordert. Dabei gibt es bereits gute Vorbilder im Bereich strategischer Ortskernbelebung. So hat die Stadt Dannenberge in Niedersachsen leerstehende Ladenlokale im ersten Jahr zu einem symbolischen Quadratmeterpreis von einem uro angeboten und so 22 Flächen neu vermietet. In Bad Münstereifel wurde ein anderer Weg eingeschlagen. Dort wurden mehrere leerstehende Geschäftsflächen zusammengelegt und unter Beachtung des örtlichen Denkmalschutzes ein attraktives Outlet-Center in der Innenstadt geschaffen.

Es gibt unzählige weitere Initiativen, die sich für eine lebendige Ortskernentwicklung einsetzen. Ob Gastronomie, Kultur oder Handel – Ortskerne brauchen vor allem die gesunde Mischung und das gebündelte Engagement von Kommunen, Handel und Bürgern, die sich dafür einsetzen, Innenstädte attraktiv zu halten. Weitere Ansätze und die detaillierten Ausführungen von Nobert Portz zur Ortskernbelebung lesen Sie in der aktuellen KOMMUNAL oder online unter www.kommunal.de. Gern senden wir Ihnen den Beitrag oder das Heft zu.

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