Entgeltmonitor 2017: Mehr Geld bringt mehr Ungleichheit (FOTO)

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Laut der Vergütungsanalysten von Compensation Partner beträgt die
unbereinigte Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen ganze 25,2
Prozent. Der bereinigte Wert liegt bei 5,2 Prozent. Je nach
Gehaltsklasse gibt es aber auch Branchen, in denen Frauen mehr
verdienen. Dazu zählt zum Beispiel die Tourismus- und
Freizeitindustrie. Zu diesem Ergebnis kommt der „Entgeltmonitor
2017″, welcher 241.987 Gehaltsdaten von Frauen und Männern
analysiert.

Unbereinigte Entgeltlücke beträgt 25,2 Prozent

Die unbereinigte Entgeltlücke beträgt laut Studie 25,2 Prozent.
Ermittelt wird sie, indem alle der Untersuchung vorliegenden
Gehaltsangaben nach Geschlecht sortiert und die jeweiligen
Medianwerte verglichen werden. „Der unbereinigte Wert sagt zunächst
nur wenig aus, da unterschiedliche Stellenprofile miteinander
verglichen werden – zum Beispiel der Abteilungsleiter mit einer
einfachen Fachkraft“, erklärt Tim Böger, Geschäftsführer von
Compensation Partner.

Bereinigung der Entgeltlücke auf 5,2 Prozent durch Aufteilung in
Verdienstklassen

Wie die Untersuchung zeigt, spielt die Vergütungshöhe eine
entscheidende Rolle. Je höher das Gehalt, desto größer sind
tendenziell die Lohnungleichheiten. Beschäftigte mit einem
Jahreseinkommen von 30.000 bis 35.000 Euro weisen eine Entgeltlücke
von 2,1 Prozent aus. Angestellte mit einem Gehalt von 55.000 bis
66.000 Euro kommen auf 8,2 Prozent. Insgesamt ergibt sich eine
Entgeltlücke von 5,2 Prozent. „Je höher die Vergütung, desto größer
die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen. Hier können 5 Prozent
mehrere Tausend Euro im Jahr bedeuten“, sagt Tim Böger,
Geschäftsführer von Compensation Partner.

Entwicklung der Lohnlücke im Alter

Die Lohnlücke von Beschäftigten mit hohem Einkommen beträgt bei
20- bis 29-Jährigen 5,1 Prozent. Sie steigt mit zunehmendem Alter
kontinuierlich an. Bei über 60-Jährigen liegt sie bei 9,3 Prozent.
„Die Gehaltsspannen sind in gut bezahlten Berufen recht groß, was
auch Auswirkungen auf die Entgeltlücke hat“, so Böger. In der
geringer vergüteten Verdienstklasse beträgt die Entgeltlücke bei den
20- bis 29-Jährigen 4,2 Prozent. Sie erreicht ihren Höhepunkt mit 4,4
Prozent im Alter von 30 bis 39. Danach sinkt sie konstant und beträgt
mit über 60 Jahren nur noch 0,9 Prozent.

Frauen verdienen in der Tourismus- und Freizeitindustrie mehr als
Männer

Bei der Betrachtung von Branchen ist die Lohnlücke bei
Beschäftigten mit geringerem Einkommen in der Metallindustrie am
größten. Sie beträgt hier 9,7 Prozent. Gleichzeitig ermittelte
Compensation Partner Branchen, in denen Frauen mehr verdienen als
Männer. Dazu zählen unter anderem die öffentliche Verwaltung (-2,9
Prozent) und die Tourismus- und Freizeitindustrie (-6,2 Prozent).
Anders die Situation in höher vergüteten Berufen: Mit knapp 13
Prozent zeigt sich hier die Werbe- und PR-Branche mit der größten
Entgeltlücke, dicht gefolgt vom Gesundheitswesen mit 12,4 Prozent.

Entgeltlücken nach Berufen

Bei einer exemplarischen Berufeanalyse wurden Krankenpfleger,
Erzieher, Beschäftigte im Einkauf, im Kundendienst, in der
Softwareentwicklung sowie der Vertriebsinnendienst unter die Lupe
genommen. In allen Berufen ermittelte Compensation Partner
Entgeltlücken zu Ungunsten der Frauen. Den größten Unterschied
ermittelten die Vergütungsanalysten beim Vertriebsinnendienst mit 6,4
Prozent – den geringsten beim Kundendienst mit nur 2,4 Prozent.

Zur Studie:
https://www.compensation-partner.de/downloads/Entgeltmonitor2017.pdf

Zur Infografik: http://ots.de/eJimY

Zur Methodik

Die Hamburger Vergütungsanalysten von Compensation Partner haben
basierend auf 241.987 Vergütungsdaten die Entgeltlücke in Deutschland
untersucht. Für die Bereinigung wurden ausschließlich Berufe
betrachtet, in denen ausreichend Männer- und Frauengehälter vorlagen
und die sich in Bezug auf Angebot und Nachfrage ähnlich verhalten. Es
wurden nur Beschäftigte ohne Personalverantwortung miteinander
verglichen. Anschließend wurden zwei Gehaltsgruppen gebildet. Eine
Gruppe bezieht ein Jahreseinkommen von durchschnittlich 30.000 bis
35.000 Euro, die andere 55.000 bis 66.000 Euro. In beiden Segmenten
wurden schließlich die Entgeltlücken ermittelt.

Darüber hinaus überprüfte Compensation Partner die
Gehaltsunterschiede je Gruppe nach den Parametern Alter, Firmengröße
und Branche. Exemplarisch wurden einzelne Berufe gesondert analysiert
und in Stichproben Berufepaare gebildet, bei der die Parameter von
Frauen und Männern fast identisch waren. Als Vergleichswert diente
jeweils der Median, der im Vergleich zum Durchschnittswert nicht
durch Ausreißerwerte beeinflusst wird. Der Median ist der Wert, der
sich in der Mitte aller Daten befindet.

Über die COP CompensationPartner GmbH

Die COP CompensationPartner GmbH ist eine Tochtergesellschaft der
PMSG PersonalMarkt Services GmbH und gleichzeitig die Marke, unter
der das gesamte Firmenkundengeschäft von PersonalMarkt
zusammengefasst wird. PersonalMarkt wurde 1999 für das Angebot von
Gehaltsdienstleistungen im Internet gegründet und bündelt die
B2B-Aktivitäten unter Compensation Partner. Seit 2007 bietet das
Unternehmen mit Compensation-Online einen digitalen Zugang zu einer
der größten Vergütungsdatenbanken in Deutschland an.

Die Plattform beinhaltet zusätzlich eine moderne analytische
Systematik zur Bewertung von Stellen in Unternehmen. Neben der
automatisierten Variante über Compensation-Online bietet Compensation
Partner auch auf spezifische Kundensituationen maßgeschneiderte
Analysen an.

Pressekontakt:
Artur Jagiello
Leiter Kommunikation
COP CompensationPartner GmbH
Eine Gesellschaft der PMSG PersonalMarkt Services GmbH
Hoheluftchaussee 18
20253 Hamburg
Deutschland
+49 (0)40 4134 54 33
Email: jagiello@compensation-partner.de

Original-Content von: PersonalMarkt Services GmbH, übermittelt durch news aktuell

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