Erfolge vermelden – Altenpflegeberuf abschaffen? / Landesregierung muss nach Wachstum der Azubizahlen die Zukunft der Altenpflegeausbildung sichern

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„Aus dem beeindruckenden Anstieg der
Auszubildendenzahlen in der Altenpflege muss die bayerische
Landesregierung nun den richtigen Schluss ziehen und die Zukunft der
Altenpflegeausbildung sichern.“ Das fordert der Landesvorsitzende des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A.
Kasri. „Dass es gelungen ist, die Zahl der Auszubildenden in der
Altenpflege um 35 Prozent zu steigern, zeigt deutlich, wie attraktiv
dieser Beruf in seiner jetzigen Form ist.“ Gesundheitsministerin
Melanie Huml müsse sich nun im Bundesrat dafür einsetzen, dass die
Pläne der Bundesregierung für eine Generalistische Pflegeausbildung
gestoppt werden.

Dabei würden nämlich die drei bisher eigenständigen Ausbildungen
in der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und der Altenpflege
zusammengelegt. „Dabei gehen die wichtige Spezialisierung der
Fachkräfte in der Altenpflege und der hohe Anteil der
Praxiserfahrungen in der ambulanten und stationären Altenpflege
verloren“, warnt der Leiter der bpa-Geschäftsstelle in München,
Joachim Görtz. Die Ausbildungsinhalte seien nur zu etwa 40 Prozent
deckungsgleich.

„Wir blicken bei der Altenpflegeausbildung mit den jetzt
vorgelegten Azubizahlen auf eine Erfolgsgeschichte zurück, an der
Politik und Pflegebranche gemeinsam in den letzten Jahren hart
gearbeitet haben“, bekräftigt der bpa-Landesvorsitzende Kasri. „Das
darf nun nicht durch eine faktische Abschaffung der eigenständigen
Altenpflegeausbildung gefährdet werden.“ Der Politik sei offenbar
nicht klar, wir sehr dadurch die Attraktivität des Berufes und
schließlich die Versorgungssicherheit für Pflegebedürftige in der
Zukunft gefährdet würden.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
1.000 in Bayern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Joachim Görtz, Leiter der Landesgeschäftsstelle
Tel.: 089 – 8 90 44 83 20

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