Erneuter mutmaßlich rechtsextremistischer Anschlag in Nauen

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Der Bus des Jugendfördervereins Mikado wurde erneut Ziel eines mutmaßlich rechtsextremen Anschlags
 

(Nauen, 16.03.2016)

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden zwei Reifen eines Transporters des Vereins MIKADO in Nauen zerstochen.

Dazu der Landratskandidat im Havelland Raimond Heydt (PIRATEN): „Auch nach der Verhaftung von Maik Schneider geht der rechte Terror weiter. Meine uneingeschränkte Solidarität gilt dem Verein MIKADO und allen die sich nationalistischen und rassistischen Ideologien entgegenstellen. Wir lassen uns nicht einschüchtern!“

MIKADO ist seit 20 Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv und engagiert sich seit jeher für Toleranz und für den Abbau von Vorurteilen. Bereits im April 2015 wurden alle 4 Reifen desselben Busses, auf demselben Gelände zerstochen. Im Gegensatz zu letztem Jahr fand sich aber diesmal kein Schreiben. Damals hieß es: „Liebe Asylantenfreunde, Tröglitz ist auch hier! Bis bald!“ Lediglich ein, nach Aussage der Polizei, mutmaßlich mit einem Handschuh geschriebener Schriftzug „Brudas“ auf der Heckscheibe fiel auf. Meine Wahlkampfzentrale befindet sich ebenfalls auf dem Gelände.
Raimond Heydt: „Als ich gestern Abend nach Hause gegen 21 Uhr nach Hause ging war noch alles in Ordnung. Heute morgen gegen 10 Uhr fiel mir bereits auf, dass der Bus schräg stand und Vorder- und Hinterreifen auf der Fahrerseite platt waren. Da aber mehrere MIKADO–s vor Ort waren und ich bei einer oberflächlichen Betrachtung keine Einstichstellen sah, schenkte ich dem Vorfall zunächst keine weitere Beachtung.“

Erst im Laufe des Nachmittags stellte sich heraus, dass die Reifen tatsächlich vorsätzlich zerstört wurden. Die örtliche Polizei forderte zunächst die Geschäftsführerin des Vereins Uta Götze auf, zur Anzeige doch bitte auf die Polizeidienststelle zu kommen. Erst auf die konkrete Bitte, doch mal nach Spuren zu gucken, bequemte sich eine Streife raus. Wirklich untersucht wurde allerdings wenig. Man hat die Anzeige und meine Personalien als Zeuge aufgenommen, das war es dann auch schon. Zum Beispiel hätte man ja untersuchen können, ob es sich bei den Einstichen, um dasselbe Tatwerkzeug wie im Vorjahr handelte. Hinweis an die Polizei, es waren Messerstiche.

Raimond Heydt: „Scheinbar haben die rechtsradikalen Umtriebe in Nauen die Polizei noch nicht hinreichend sensibilisiert. Mit einem lapidaren –Das waren Idioten– hat sich die Polizei nach einer halben Stunde wieder verabschiedet. So kann man das natürlich auch sehen. Wenn, wie am 05.03. in Rathenow, Gefahr besteht, dass Hetze und rechtsradikale Wahlaufrufe in meiner Musik untergehen, kommt sogar der havelländische Polizeichef persönlich, um mir den Saft abzudrehen.

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