„Es stärkt die Kompetenz der Pflege“ / 20 bpa-Multiplikatoren helfen bei der Vereinfachung der Pflegedokumentation in Hessen

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In vielen hessischen Altenpflegeeinrichtungen
und ambulanten Diensten wird in Zukunft mit deutlich weniger Aufwand
dokumentiert. 20 ausgebildete Multiplikatoren des Bundesverbandes
privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) unterstützen hessenweit
ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege bei der Einführung eines
einfacheren Dokumentationssystems, das von einem Expertengremium im
Auftrag der Bundesregierung entwickelt wurde.

„Die künftige Dokumentation stärkt die Kompetenz der Pflege, weil
unseren fachlichen Einschätzungen deutlich mehr vertraut wird“, zeigt
sich Bettina Mohr, die Betreiberin des privaten Pflegeheimes Haus
Rheingold in Oestrich-Winkel, begeistert. Sie führt die vereinfachte
Pflegedokumentation in den nächsten Monaten in ihrer eigenen
Einrichtung ein und begleitet zudem andere private und kommunale
Heime bei der Umsetzung. „Weil wiederkehrende Maßnahmen nicht mehr
dauernd abgezeichnet werden müssen und wir stattdessen nur besondere
Ereignisse oder wirklich wichtige Informationen erfassen, spart die
Dokumentation eine Menge Zeit, in der sich unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter direkt mit den Bewohnern beschäftigen können.“

Dennoch würden in der Pflege selbstverständlich mehr Hände
gebraucht, die Vereinfachung der Dokumentation sei also nur ein
Schritt, betont der hessische bpa-Landesvorsitzende Jochen
Rindfleisch-Jantzon. „Wir machen den Pflegeberuf damit auch ein Stück
attraktiver, weil die Pflegefachkräfte ihr Wissen eigenständiger
anwenden und spüren, dass ihrer Einschätzung zur Situation der
Bewohnerinnen und Bewohner vertraut wird.“ Bisher würden zu viele
Informationen einfach nur für die Prüfbehörden dokumentiert, die nie
wieder jemand liest oder braucht.

Auch Bettina Mohr spürt eine große Begeisterung ihres Teams im
Haus Rheingold, die entbürokratisierte Dokumentation endlich
einzuführen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich, dass
endlich etwas konkret umgesetzt wird, das sich die Pflege gewünscht
hat und wofür sie gekämpft hat.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
950 in Hessen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Manfred Mauer, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle
Hessen, Telefon: 0611 – 34 10 790, www.bpa.de

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