EU-Parlamentspräsident Schulz (SPD): AfD-Wähler nicht beschimpfen, sondern Dialog suchen

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Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin
Schulz (SPD), hat nach dem starken Abschneiden der AfD in Mecklenburg
Vorpommern davor gewarnt, deren Wähler in die rechte Ecke zu stellen.
„Wir müssen den Dialog suchen und die Menschen nicht beschimpfen, die
AfD wählen. Vielmehr müssen wir zeigen, dass ein Rückzug ins
Nationale kein einziges Problem löst“, erklärte Schulz im
Fernsehsender phoenix. Dass es bei den vergangenen Landtagswahlen,
auch in Mecklenburg-Vorpommern, schwer gewesen sei, mit
Sachargumenten durchzudringen, sei offensichtlich. „Man kann gegen
den Bauch nicht allein mit dem Kopf argumentieren.“ Diejenigen, die
in Mecklenburg-Vorpommern ihr Kreuz bei der AfD gemacht hätten,
„haben eine Zukunftsangst allgemeiner Art ausgedrückt“, meinte der
Sozialdemokrat.

AfD-Bundesvorsitzender Jörg Meuthen sah seine Partei inzwischen
als Volkspartei in der Bundesrepublik etabliert. „Wir sind jetzt
Volkspartei, weil wir alle Themen bespielen und klare Alternativen
bieten“, so Meuthen. Die gestrige Landtagswahl habe gezeigt, „dass
sich die Unzufriedenheit durch alle Bevölkerungsschichten zieht.“

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