Europa-Umfrage zur Erwerbsunfähigkeit: Vor allem Deutsche vertrauen auf ein gutes Finanzpolster (FOTO)

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„Et hätt noch emmer joot jejange.“ nach diesem rheinischen Motto
scheinen die Deutschen, wie auch viele andere Europäer, beim Thema
Erwerbsunfähigkeit zu verfahren. Acht von zehn Deutschen halten es
für wahrscheinlich, dass bis zu 50 Prozent aller Bürger im Verlauf
ihres Berufslebens erwerbsunfähig werden. Aber nur 30 Prozent der
Befragten haben auch eine entsprechende finanzielle Absicherung
getroffen. 15 Prozent geben an, dass man gegen eine etwaige
Erwerbsunfähigkeit ohnehin nichts ausrichten kann; sie stehen dem
Thema fatalistisch gegenüber. Immerhin scheinen die Deutschen über
ein gutes Finanzpolster zu verfügen. Die Befragten gehen im
Durchschnitt davon aus, dass sie Rücklagen in Form von Ersparnissen,
Anlagen, Rentenansprüchen und Versicherungspolicen haben, mit denen
sie ihre Lebenshaltungskosten für 6,8 Jahre abdecken könnten. Dies
ist der höchste Wert in Europa; dort liegt der Durchschnitt bei 4,6
Jahren.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der Zurich Versicherung,
bei der mehr als 6.000 Personen in den sechs europäischen Ländern
Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien, Spanien und der Schweiz
zum Thema Erwerbsunfähigkeit und Einkommensabsicherung befragt
wurden.

Weniger Einkommen, aber höherer Bedarf im Falle des Falles

Sieben von zehn Deutschen rechnen im Fall von Erwerbsunfähigkeit
mit einem Einkommen von weniger als 75 Prozent des bisherigen
Einkommens. Jeder Zweite ist jedoch der Ansicht, dass er mindestens
das derzeitige Einkommen benötigt, um den bisherigen oder zumindest
einen angemessenen Lebensstandard halten zu können.

Deutsche unterschätzen das Risiko von Erwerbsunfähigkeit

Zwei von drei Deutschen sind der Ansicht, dass sich das Risiko der
Bevölkerung, erwerbsunfähig zu werden, auf weniger als 20 Prozent
beläuft. Auf die Frage nach ihrem persönlichen Risiko schätzen 40
Prozent dieses auf weniger als 10 Prozent. Diese Angaben stehen im
Widerspruch zu Statistiken, denen zufolge ein Viertel der deutschen
Erwerbstätigen frühzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. Die
Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) sieht den Staat als
Haupteinkommensquelle bei Erwerbsunfähigkeit an. Jeder Vierte ist der
Ansicht, dass neben dem Staat den Versicherern in den ersten fünf
Jahren nach dem Verlust der Erwerbsfähigkeit die bedeutendste
Unterstützerrolle zukommt.

Unfälle als Ursache für Invalidität überschätzt

Die Befragten erachten psychische Erkrankungen und
Nervenkrankheiten als Hauptursache für Erwerbsunfähigkeit (30
Prozent), gefolgt von schweren Krankheiten wie Krebs (23 Prozent) und
von Unfällen (21 Prozent). Nach Auswertungen von Morgen&Morgen liegen
psychische Erkrankungen oder Nervenkrankheiten mit 29 Prozent
tatsächlich an erster Stelle, gefolgt von Erkrankungen des Skelett-
und Bewegungsapparates (21 Prozent) sowie Krebs und anderen
bösartigen Tumoren (16 Prozent). Unfälle verursachen weniger als 10
Prozent der Fälle von Erwerbsunfähigkeit. Sie werden somit als
Ursache überschätzt.

Die deutschen Befragten haben in Bezug auf Invalidität am meisten
Angst vor Armut sowie vor körperlichen oder psychischen Leiden. Sie
glauben, dass die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen, gefolgt von
den 55- bis 64-Jährigen, am stärksten durch Erwerbsunfähigkeit
gefährdet ist. Diese Annahme ist richtig. Nach Angaben der Munich Re
sind Männer im Alter von 47 bis 51 Jahren am stärksten gefährdet – in
dieser Altersgruppe wird jeder Vierte erwerbsunfähig. Für Frauen ist
das Risiko zwischen dem 45. und 47. Lebensjahr am höchsten. Zudem ist
ihr Risiko etwas höher als das der Männer.

Über die Studie

Die Zurich Studie zur Vorsorgelücke bei Erwerbsunfähigkeit in
Westeuropa wurde durch das Marktforschungsinstitut Epiphany im April
und Mai 2015 durchgeführt. Die Studie basiert auf national
repräsentativen Stichproben von Konsumenten im Alter von 18 – 70
Jahren in Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien, der Schweiz
und Spanien. Pro Land füllten rund 1–000 Menschen eine Online-Umfrage
mit 53 Fragen aus.

Zurich wird in den kommenden Monaten weitere Ergebnisse zu diesem
Thema veröffentlichen.

Die Zurich Gruppe in Deutschland gehört zur weltweit tätigen
Zurich Insurance Group. Mit Beitragseinnahmen (2014) von über 6,2
Milliarden EUR, Kapitalanlagen von mehr als 31 Milliarden EUR und
rund 5.600 Mitarbeitern zählt Zurich zu den führenden Versicherungen
im Schaden- und Lebensversicherungsgeschäft in Deutschland. Sie
bietet innovative und erstklassige Lösungen zu Versicherungen,
Vorsorge und Risikomanagement aus einer Hand. Individuelle
Kundenorientierung und hohe Beratungsqualität stehen dabei an erster
Stelle.

Pressekontakt:
Zurich Gruppe Deutschland
Unternehmenskommunikation
Bernd O. Engelien
Poppelsdorfer Allee 25-33
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