Europäische „Initiative für Zivilcourage Online“ für den Einsatz gegen Online-Extremismus in Berlin angekündigt (FOTO)

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Heute wurde in Berlin die Gründung der „Initiative für
Zivilcourage Online“ (engl.: Online Civil Courage Initiative, OCCI)
angekündigt. Die Initiative für Zivilcourage Online hat es sich zum
Ziel gesetzt, Extremismus und Hassrede im Internet zu bekämpfen. Die
Initiative wurde gemeinsam von Sheryl Sandberg von Facebook, Peter
Neumann vom International Centre for the Study of Radicalisation and
Political Violence (ICSR), Sasha Havlicek vom Institute for Strategic
Dialogue (ISD), Anetta Kahane von der Amadeu Antonio Stiftung sowie
im Beisein von Gerd Billen vom Bundesministerium der Justiz und für
Verbraucherschutz bekannt gegeben. Die Initiative für Zivilcourage
Online ist eine europaweite Initiative, mit Sitz in Berlin.

Die Initiative für Zivilcourage Online wird europäische NGOs, die
sich im Kampf gegen Online-Extremismus in Europa engagieren, mit mehr
als einer Million Euro sowohl finanziell als auch in Bezug auf
Marketing-Aktivitäten unterstützen. Die Initiative wird außerdem
Experten aus dem Bereich der Bekämpfung von gewaltbereitem
Extremismus zusammenbringen, um gemeinsam Best Practice Beispiele zu
erarbeiten, die anschließend NGOs, Regierungen und anderen
Onlinediensten zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus werden
Instrumente entwickelt, mittels derer sich Menschen im Bereich
Counterspeech engagieren können.

Sheryl Sandberg, Chief Operating Officer von Facebook, betont:
„Ich freue mich sehr, heute hier in Berlin Facebooks Unterstützung
für diese wichtige europäische Initiative ankündigen zu dürfen. Wir
freuen uns besonders, dass das Bundesministerium der Justiz und für
Verbraucherschutz, mit dem wir bereits seit letztem Jahr im Rahmen
der Taskforce gegen Hassrede im Internet zusammenarbeiten, diese
Initiative ebenfalls unterstützt. Hassrede hat in unserer
Gesellschaft keinen Platz – auch nicht im Internet. Facebook ist kein
Ort für die Verbreitung von Hassrede oder Aufrufe zu Gewalt. Mit
dieser neuen Initiative können wir die Herausforderungen
extremistischer Äußerungen im Internet besser verstehen und besser
darauf reagieren. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass die
Stimmen des Friedens, der Wahrheit und der Toleranz gehört werden.
Das beste Mittel gegen schlechte Ideen sind gute Ideen. Das beste
Mittel gegen Hass ist Toleranz. Counterspeech ist unglaublich stark –
und es braucht Zeit, Energie und Zivilcourage.“

Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und
für Verbaucherschutz: „Online-Extremismus und Hassrede sind aktuelle,
drängende Themen, denen es vereinter Kräfte bedarf – von Politik,
Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Das
Bundesjustizministerium unterstützt voll und ganz die Initiative für
Zivilcourage Online, die sich zum Ziel gesetzt hat, diese Themen
anzugehen, indem Experten von Think Tanks und NGOs zusammengebracht
werden. Wir freuen uns auf die Umsetzung dieser Initiative, die einen
wichtigen Schritt im Kampf gegen Online-Extremismus darstellt.“

Professor Peter Neumann, International Centre for the Study of
Radicalisation and Political Violence (ICSR): „Praktisch alle
Experten sind sich darin einig, dass das Entfernen von Inhalten
bestenfalls einen Teil der Lösung für das Problem um
Online-Extremismus und Hassrede darstellt. Gleichermaßen wichtig sind
die Unterstützung von Counterspeech, die Förderung von
Grassroots-Bewegungen, die extremistische Ansichten bekämpfen, sowie
ein empirisch-stichhaltiges Verständnis davon, wie und wann
online-getätigte Äußerungen zu realer Gewalt führen. Diese Initiative
ist eine der ersten, die solch einen ganzheitlichen Ansatz wählt.
Genau das fordern meine Kollegen und ich bereits seit Jahren. Ich
gratuliere Facebook aufrichtig, dass dies nun in die Realität
umgesetzt wird.“

Sasha Havlicek, Geschäftsführerin des Institute for Strategic
Dialogue (ISD), sagt: „Die Initiative für Zivilcourage Online ist
eine einzigartige Möglichkeit, in diesen kritischen Zeiten
technologische Expertise und Social Media Marketing mit lokalen,
bürgerlichen Vorreitern und Meinungsbildnern zusammenzubringen.
Gemeinsam können wir eine angemessene Antwort auf die zunehmend
anspruchsvolleren Online-Strategien der Extremisten finden. Unsere
Mission, dieses Forum zu initiieren, besteht darin, glaubwürdige
Stimmen gegen Hass auf informierte sowie strategische Art und Weise
zu unterstützen und zu bestärken – denn diese repräsentieren die
überwältigende Mehrheit der Menschen.“

Anetta Kahane von der Amadeu Antonio Stiftung ergänzt: „Die Amadeu
Antonio Stiftung setzt sich in all ihren Projekten für eine
demokratische Kultur und die Gleichwertigkeit aller ein. Das ist
nötig, weil auch in Deutschland Rechtsextremismus, Rassismus und
Antisemitismus in allen gesellschaftlichen Schichten vorhanden sind.
Die digitale Zivilgesellschaft steht nun vor der riesigen
Herausforderung, dem Hass auch im Netz entgegenzutreten. Wir brauchen
hier eine zivile Kultur des Umgangs. Um das zu schaffen, reichen
Sanktionen gegen Hatespeech allein nicht aus. Es ist nötiger denn je,
hier Tools und Strategien zu entwickeln, die Counterspeech zu einem
erfolgreichen Instrument gegen Hass werden lassen. Weder Unternehmen,
noch Politik oder Zivilgesellschaft können hier allein erfolgreich
sein. Das bedeutet: Gesetze zur Geltung bringen, eine
verantwortungsvolle Firmenpolitik zu betreiben und neue Formen der
Ansprache, Bildung und Kultur zu etablieren gehören zusammen. Deshalb
freuen wir uns sehr auf die interessante Kooperation.“

Facebook startet heute eine Anlaufstelle auf Facebook, auf der all
die Arbeit im Rahmen der Initiative beschrieben und Informationen
dazu geliefert werden, wie Menschen sich engagieren können. Auf
www.facebook.com/onlinecivilcourage können Menschen Geschichten,
Inhalte und Ideen unter den Hashtags #civilcourage und #Zivilcourage
teilen, um ihre Unterstützung für die Initiative und für
Counterspeech zu zeigen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Über die Initiative für Zivilcourage Online
https://www.facebook.com/onlinecivilcourage/

Über das International Centre for the Study of Radicalisation and
Political Violence (ICSR)
http://icsr.info/

Über das Institute for Strategic Dialogue (ISD)
http://www.strategicdialogue.org/

Das Institute for Strategic Dialogue auf Facebook
https://www.facebook.com/Institute4SD/

Über die Amadeu Antonio Stiftung
https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/

Die Amadeu Antonio Stiftung auf Facebook:
https://www.facebook.com/AmadeuAntonioStiftung/

Pressekontakt:
Tina Kulow
Facebook
Director Corporate Communications Northern-Central-Eastern Europe,
Benelux
tinakulow@fb.com

Robert Ardelt
APCO Worldwide
Managing Director
T: +49 30 590 002 013
rardelt@apcoworldwide.com

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