„Fleiß ist eine Tugend“ / „Süddeutsche“- Chef Wolfgang Krach über „manchmal unterschätzte“ Eigenschaften im Journalismus

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Gefürchtet, geschätzt, strebsam:
Wolfgang Krach ist bei der „Süddeutschen Zeitung“ der starke
Organisator im Hintergrund, seit April ist er Chefredakteur neben
Kurt Kister. In einem Porträt für das „München intern“-Spezial von
„medium magazin“ schreibt die frühere „Focus“-Vize Carin Pawlak über
Krach – und kriegt heraus, dass er „verlässlich“ immer der erste
Zeitungsmann in der Redaktion ist, morgens um 8 Uhr, und in der Regel
bis kurz nach Andruck gegen 20 Uhr bleibt.

„Fleiß ist eine Tugend, die in unserem Beruf manchmal unterschätzt
wird“, sagt Krach. Der 52-Jährige liest jeden Morgen alle zehn
Lokalteile der „SZ“, außerdem die lokalen Boulevard-Blätter und
Zeitungen aus Übersee. „Um mitreden zu können und auf dem Laufenden
zu sein, muss man viel lesen“, sagt Krach.

Die neue „Süddeutsche Zeitung am Wochenende“, im Oktober 2014
gestartet, sieht Wolfgang Krach als Erfolg – auch wenn nicht alles
dort nach seinem Geschmack ist: „Ich gebe zu, dass mich persönlich
nicht alle Themen gleichermaßen interessieren.“ Aber die SZ, die am
6. Oktober 70 Jahre alt wird, gewinne damit Leser – „vor allem
jüngere und weibliche.“

Autorin Pawlak blickt auch auf Krachs Vergangenheit zurück: Als
junger politischer Korrespondent schreibt er für den „Donaukurier“
und wird gefeuert, nachdem sich der damalige Ministerpräsident Max
Streibl bei Verleger Wilhelm Reissmüller beschwert. Nach einem
USA-Aufenthalt geht Krach zum „stern“, dann zum „Spiegel“, 2003 holt
ihn Hans Werner Kilz zur „Süddeutschen“.

In dem 24-seitigen „medium-magazin“-Extraheft „München intern“
porträtiert Pawlak auch „GQ“-Chefredakteur José Redondo-Vega. Thomas
Schuler sprach mit BR-Autor Ulrich Chaussy über dessen langjährige
Recherchen zum Oktoberfest-Attentat 1980 und die aktuellen Reformen
des Bayerischen Rundfunks. Hintergrund-Artikel widmen sich dem FC
Bayern München als Medienunternehmen, der Entwicklung des
Medienstandortes München, dem Markt der Sportsender sowie der
berüchtigten Boulevardszene Münchens. Dazu verraten prominente
Medien-Münchner ihre Insider-Tipps.

„München intern“ liegt dem „medium magazin“ 09-2015 bei – mit dem
Titelthema „Top 30 bis 30“, der bekannten Liste der besten
Nachwuchsjournalisten. „medium magazin“ ist für alle Geräte im iKiosk
verfügbar unter http://bit.ly/Medium-Digital. Einzelhefte und Abos
gibt es unter http://www.mediummagazin.de/bestellen/.

Quelle: „München intern“ von „medium magazin“ 09-2015, S. 10-11

Pressekontakt:
Annette Milz, Chefredakteurin medium magazin,
redaktion@mediummagazin.de

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