„Flucht, Migration, Integration sind auch Folge unserer Lebens- und Wirtschaftsform“

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DBU begrüßt Forderung von
Bundesverdienstkreuzträgern nach Enquete-Kommission „Fluchtursachen“

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) begrüßt die Initiative
von Bundesverdienstkreuzträgern, eine Enquete-Kommission
„Fluchtursachen“ einzusetzen. DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich
Bottermann: „Die aktuellen Probleme der Gesellschaft mit Flucht,
Migration und Integration sind auch eine Folge unserer Lebens- und
Wirtschaftsform. Neben Krieg und inneren Unruhen löst der durch den
Menschen verursachte Klimawandel Fluchtbewegungen aus. Wir müssen das
im Pariser Klimaschutzabkommen formulierte Zwei-Grad-Ziel erreichen
und auch die bei uns ankommenden und Schutz suchenden Menschen darauf
vorbereiten, wie sie hier leben können, ohne die Grenzen des Planeten
Erde zu überschreiten.“ Ganz wichtig sei es, „diese global gedachten
Ansätze der Staatengemeinschaften lokal weiterzudenken und konkret zu
handeln.“

Forderung nach Enquete-Kommission in Wahlprogramme aufnehmen

In einem unlängst veröffentlichten Aufruf hatten 100 Trägerinnen
und Träger des Bundesverdienstkreuzes den Deutschen Bundestag
aufgefordert, eine Enquete-Kommission „Fluchtursachen“ einzusetzen.
Die Kommission solle untersuchen, wie Deutschland weltweit zu
Fluchtursachen beitrage und Maßnahmen sowie gesetzliche Initiativen
vorschlagen, wie dies vermieden oder dem entgegengewirkt werden
könne. Die zur Bundestagswahl antretenden Parteien wurden
aufgefordert, sich die Forderung zu eigen zu machen, sie in ihre
Wahlprogramme aufzunehmen und nach Konstituierung des Bundestages
eine Enquete-Kommission „Fluchtursachen“ einzusetzen.

Europaweite Initiativen und nationales Handeln notwendig

Weltweit seien derzeit 60 Millionen Menschen auf der Flucht, heißt
es in dem Aufruf weiter. Deutschland habe 2015 nahezu eine Million
Flüchtlinge aufgenommen und bemühe sich um ihre Integration. Das sei
gut so. Die Politik habe sich allerdings seither darauf konzentriert,
möglichst schnell die Flüchtlingszahlen in Deutschland zu verringern.
Zwar wird beteuert, wie notwendig es sei, die Fluchtursachen zu
bekämpfen. Eine umfassende und parteiübergreifende politische
Initiative gebe es jedoch für diese längerfristige Aufgabe bisher
nicht. Europaweite Initiativen seien notwendig, aber auch nationales
Handeln. Auch die von den Vereinten Nationen mit der Agenda 2030
beschlossenen Nachhaltigkeitsziele, die in die aktuelle Nationale
Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen wurden, seien darauf angelegt,
Fluchtursachen zu vermeiden.

Zahlreiche DBU-Repräsentanten unter den Erstunterzeichnern

Neben den Initiatoren des Aufrufs, Prof. Dr. Angelika Zahrnt,
Neckargemünd, und Prof. Dr. Klaus Töpfer, Höxter, gehören zu den
Erstunterzeichnern viele weitere Prominente, die in den vergangenen
Jahren mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU ausgezeichnet worden
sind wie Prof. Dr. Hermann Auernhammer, Freising, Dr. Franz
Ehrnsperger, Neumarkt/Oberpfalz, Prof. Dr. Wolfgang Haber, Freising,
Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Potsdam, Ursula Sladek, Schönau,
Prof. Dr. Michael Succow, Greifswald, Prof. Dr. Ernst Ulrich von
Weizsäcker, Emmendingen, der ehemalige DBU-Kuratoriumsvorsitzende
Hubert Weinzierl, Wiesenfelden, Dr. Georg Winter, Hamburg. Auch das
DBU-Kuratoriumsmitglied Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde,
Ex-DBU-Generalsekretär, hat den Aufruf unterzeichnet.

Deutschlandweites DBU-Sonderprogramm über 2,5 Millionen Euro

Bottermann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die
DBU intensiv und frühzeitig um das Thema Umwelt und Flüchtlinge
gekümmert habe. Insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro habe die
Stiftung dafür seit dem Herbst 2015 in einem Sonderprogramm
deutschlandweit bereitgestellt. So hat die DBU unter anderem im
Rahmen ihres Austauschprogramms für Stipendiaten aus Mittel- und
Osteuropa Stipendien an junge Geflüchtete vergeben. Rund 125.000
Euro stehen dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland zur
Verfügung, um Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland nachhaltiger zu
gestalten.

Schnell und unbürokratisch: Rahmenprogramm für kleinere
Bildungsprojekte

Ebenfalls mit 125.000 Euro unterstützt die DBU ein
Qualifizierungsprogramm der Arbeitsgemeinschaft Natur- und
Umweltbildung zur Berücksichtigung von Sprachbarrieren,
interkulturellen Fragestellungen und fluchtbedingten
Traumatisierungen in Umweltbildungsmaßnahmen. Um Vorhaben der
Umweltbildung schnell und unbürokratisch verwirklichen zu können,
legte die DBU ein „Rahmenprogramm für kleinere Projekte der
Umweltbildung“ auf, die jeweils mit bis zu 10.000 Euro gefördert
werden. Zu den mittlerweile über 20 unterstützten Aktivitäten zählen
u. a. Projekte an Berliner Grundschulen, im Nationalpark Bayerischer
Wald, der Ökostation Freiburg und des Malteser Hilfsdienstes mit dem
Deutschen Alpenverein.

Pressekontakt:
Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
– Pressesprecher –

Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541|9633-521
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Telefax: 0541|9633-198
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Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

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