Flüchtende aufnehmen und Fluchtursachen beseitigen / Plattform wider Abschottung und Fremdenfeindlichkeit gegründet

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Flüchtende aufnehmen und Fluchtursachen beseitigen
– mit dieser zentralen Forderung wendet sich heute, am
internationalen Tag der Migranten, eine zivilgesellschaftliche
Initiative an die Öffentlichkeit. Gründer der „Plattform wider
Abschottung und Fremdenfeindlichkeit“ sind das
globalisierungskritische Netzwerk Attac, das Institut Solidarische
Moderne, die Menschenrechtsorganisation Medico International sowie
die christliche Zeitschrift Publik-Forum.

Die Plattform wird von zahlreichen zivilgesellschaftlichen
Organisationen sowie Einzelpersonen mitgetragen, darunter der
Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Stephan
Lessenich, Professor Rolf Rosenbrock, der
Aachener-Friedenspreis-Träger Heiko Kaufmann, der Literatur- und
Medienwissenschaftler Joseph Vogl, die Kabarettisten Volker Pispers,
Urban Priol und Georg Schramm, die Sängerin Judith Holofernes, der
Liedermacher Konstantin Wecker, die Herausgeberin des Missy Magazins,
Margarita Tsomou, und der Lindenstraßen-Produzent Hans W.
Geißendörfer.

Zu den unterzeichnenden Organisationen gehören etwa Oxfam
Deutschland, Pax Christi, Fian Deutschland, die Katholische
Arbeitnehmerbewegung (KAB), das Forum Umwelt und Entwicklung, die
Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitsloseninitiativen, die
Nationale Armutskonferenz sowie der Bayerische Flüchtlingsrat. „Wir
setzen uns für eine starke Willkommenskultur ein und lehnen Lösungen
ab, die auf nationale Ausgrenzung und eine gewalttätige Abschottung
an den Grenzen Europas setzen“, heißt es in dem Gründungstext der
Plattform, der online unterzeichnet werden kann. „Wir fordern eine
Stärkung des Asylrechts und seine Ergänzung durch ein
Migrationsrecht, das sich an den Menschenrechten und nicht am
wirtschaftlichen Nutzen orientiert.“

Zudem gelte es, die voranschreitende Zerstörung von
Lebensbedingungen zu stoppen. Als Ursachen für die Ausgrenzung großer
Teile der Weltbevölkerung und die global steigende soziale
Ungleichheit nennt der Text unter anderem ungebremsten Freihandel,
eine umweltzerstörende Wirtschaftspolitik sowie Rüstungsexporte. Die
Initiatoren der Plattform kündigten an, den Austausch und die
Kooperation mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und
Akteuren zu suchen, die sich für eine starke Willkommenskultur und
globale Gerechtigkeit einsetzen.

www.recht-auf-willkommen.de
www.recht-auf-willkommen.de/unterzeichner

Pressekontakt:
über: Frauke Distelrath, Attac-Pressesprecherin, presse@attac.de,
Tel. 069 900 281 42, 0151 6141 0268

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