Flüchtlinge in Deutschland – Sprachdienstleister lingoking verzeichnet erhöhten Bedarf an Dolmetschern und Übersetzern durch Behörden

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Flüchtlinge in Deutschland – lingoking verzeichnet erhöhten Bedarf an Dolmetschern und Übersetzern
 

München, 20. Oktober 2015 – Mit dem Zustrom an Flüchtlingen, die in Deutschland täglich aufgenommen werden, steigt auch der Bedarf an qualifizierten Sprachvermittlern. Eine deutlich gesteigerte Nachfrage an Dolmetscher- und Übersetzungsdienstleistungen ist auch bei lingoking, dem Münchner Sprachdienstleister und universellen Online-Marktplatz für Sprachdienstleistungen, zu verzeichnen. Insbesondere die Sprachen Farsi, Dari, Paschtu, Tigrinisch und Amharisch werden hier besonders stark von Behörden angefragt.

Dabei ist das Spektrum der Einsatzbereiche äußerst vielfältig, berichtet Friedemann Holland, Head of Sales bei lingoking: „Wir erhalten fast täglich Anfragen von Behörden aus ganz Deutschland, die für eine reibungslose Kommunikation mit den Flüchtlingen auf kompetente Dolmetscher und Übersetzer angewiesen sind. Sozialämter lassen zur Zeit beispielsweise Willkommensbroschüren in die jeweiligen Muttersprachen der Flüchtlinge übersetzen und mehrere weitere Behörden benötigen auch Dolmetscher direkt vor Ort für Gespräche mit Flüchtlingen. Aber auch das Telefondolmetschen – bisweilen eine in Deutschland relativ unbekannte Sprachdienstleistung – wird aufgrund der größeren Flexibilität und geringeren Kosten im Vergleich zum Vor-Ort-Dolmetschen verstärkt nachgefragt.“

Denn vielen Gemeinden fehlt es an den nötigen finanziellen Mitteln, um professionelle Sprachmittler beauftragen zu können. Doch gerade das ist beim Übersetzen und Dolmetschen essentiell. Kleinste Fehler können hier schwerwiegende, wenn nicht fatale Folgen für die Flüchtlinge haben.

Nils Mahler, Gründer und Geschäftsführer von lingoking, dazu: „Bei Aufträgen für Flüchtlinge, bei denen es meist um den Transfer sehr sensibler Sachverhalte geht, ist die Expertise professioneller Linguisten ganz besonders gefragt. Es muss sichergestellt werden, dass nicht nur eine rein wörtliche Übertragung stattfindet, sondern dass Sprachmittler genauso in der Lage sind, kulturelle und situative Aspekte zu berücksichtigen und einfließen zu lassen.“
Die Agentur für Arbeit Chemnitz beauftragte kürzlich für das Jobcenter Mittelsachsen Telefondolmetscher von lingoking, um die Abwicklung zweier Erstanträge auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes (SGB II) sowie die Übersetzung der Ausweise für Flüchtlinge aus Eritrea zu gewährleisten. Mit einer Telefonkonferenz, bei der die Dolmetscher hinzugeschaltet wurden und zwischen den Parteien auf Tigrinisch und Deutsch dolmetschten, konnten die behördlichen Angelegenheiten in kurzer Zeit erledigt werden.

Gerd Neumann, Bereichsleiter im Jobcenter Mittelsachsen, zur Möglichkeit des Telefondolmetschens:
„Bei Wahrung des Sozialdatenschutzes ist das Telefondolmetschen gerade für selten vorkommende Sprachen eine interessante Alternative, um die Bearbeitungszeiten für Erstanträge bedeutend zu verkürzen. Andernfalls müssten längerfristige Termine zur Antragsabgabe vergeben werden, da ein Dolmetscher bestellt werden muss . Sicher ist das Telefondolmetschen in komplizierten Leistungsfällen nur als Vorstufe einsetzbar, z.B. wenn ausländische Urkunden übersetzt werden müssen.“

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