Frankfurter Rundschau: Die Unbrauchbaren

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Die AfD, die sich großmäulig für die letzte
Hoffnung Deutschlands hält, zeigt gerade in aller Ausführlichkeit,
was sie am besten kann: Führungsstreit, Intrigen, persönlicher Zank,
hin und wieder einen Nationalspieler beleidigen. Ansonsten ist sie
unbrauchbar. Keine vier Monate sind die Wahlen in Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt her, die der AfD traumhafte
Ergebnisse bescherten. Was macht die Partei daraus? Nichts. Entweder
sie ist abgetaucht wie in Magdeburg oder sie schreddert sich wie in
Stuttgart. Nun sinken sogar erstmals wieder leicht die Umfragewerte.
Die AfD bleibt ein Sammelsurium, ein Wirrwarr aus Strömungen und
Stimmungen, eine Anhäufung von mehr oder weniger egozentrischen
Typen. Die Partei, gerade drei Jahre alt, hat sich noch lange nicht
gefunden. Populismus, das kann sie. Aufregung erzeugen, Aufregung in
Stimmen verwandeln. Mehr aber auch nicht. Das hat sie gemein mit den
britischen Brexitern, die sich gerade vom Acker machen.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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