Frankfurter Rundschau: Hofreiter lehnt Merkels Steuersenkungspläne ab

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Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter lehnt die
Steuersenkungs-Pläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab und spricht
sich gegen Erleichterungen „mit der Gießkanne“ aus. „Priorität haben
für mich Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft“, sagte Hofreiter
der Frankfurter Rundschau (Samstagausgabe). Als Beispiele nannte er
Bildung, Integration, Wohnungsbau und eine moderne Infrastruktur.
„Hier tun wir nach wie vor viel zu wenig.“

Hofreiter, der sich um die Spitzenkandidatur der Grünen bei der
Bundestagswahl 2017 bewirbt, fügte hinzu: „Wenn dann noch Spielräume
da sind, bin ich dafür, nicht mit der Gießkanne vorzugehen, sondern
da anzusetzen, wo Entlastung am wichtigsten wäre: bei den Familien.“

Der Fraktionsvorsitzende distanzierte sich allerdings zugleich von
früheren Plänen seiner Partei, den Spitzensteuersatz schon für
Einkommen ab 60.000 Euro zu erhöhen. „Diesen Fehler dürfen wir nicht
noch einmal machen.“ Die Menschen mit diesen Einkommen seien „nicht
diejenigen, die eine Yacht und eine Villa besitzen oder Wohnungen in
den Hauptstädten der Welt als Kapitalanlage aufkaufen, sondern sie
sind Teil der Mittelschicht“.

Merkel hatte am Donnerstag Steuersenkungen vor allem für mittlere
Einkommen unter der Voraussetzung angekündigt, dass die positive
wirtschaftliche Entwicklung sich fortsetzt.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
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